Diözesan-Caritasverband Speyer, 09.11.2017

Caritas feiert Richtfest für Neubau von St. Johannes und St. Michael

Bauarbeiten für das neue Caritas-Förderzentrum St. Johannes und St. Michael in Ludwigshafen schreiten zügig voran - Ausstellung mit Fotos der Bewohner geplant

„Heute ist ein guter Tag!“ Darüber waren sich alle Redner beim Richtfest für das Caritas-Förderzentrum St. Johannes und St. Michael einig. Etwa ein Jahr nach dem ersten Spatenstich und acht Monate nach der Grundsteinlegung ist jetzt der höchste Punkt des Neubaus erreicht – Zeit für das traditionelle Fest, das in seinen Ursprüngen den Handwerkern gewidmet war. 


Pflege der Tradition: Zimmerer Wolfgang Deppert und Günter Kirsch sprechen den Richtspruch.

Caritasdirektor Vinzenz du Bellier erinnerte in seiner Begrüßung an den langen und schwierigen Weg der Planungen und Gespräche, bis der Bau endlich gestartet werden konnte. Die Arbeiten der ausführenden Firmen nannte er „professionell und grandios“ und erklärte, dass er sich immer freut, wenn er an der Baustelle in der Kaiser-Wilhelm-Straße vorbei fährt und deren Wachstum sieht.


Gruppenfoto in der künftigen Tagesstätte: Ortsvorsteher Christoph Heller, Sozialdezernent Wolfgang van Vliet, Dekan Alban Meißner, die ehemalige Leiterin Christine Stadler, Caritasdirektor Vinzenz du Bellier, Bauleiter Christian Hildebrand von der Firma Heberger, Einrichtungsleiter Michael Röser und Mitarbeiter Wolfgang Deppert von der Firma Heberger.

Noch etwa acht Monate, so hofft Michael Röser, Leiter von St. Johannes und St. Michael, wird es dauern, bis die Bewohner in den Neubau einziehen werden. Für die Männer und Frauen von St. Johannes wird es der zweite Umzug – aus dem Altbau in das Übergangsdomizil in Friesenheim und wieder zurück; das werde belastend werden, zumal sich die Männer und Frauen inzwischen in der Bexbacherstraße heimisch fühlen. „Aber für die Bewohner von St. Michael in der Wörthstraße wird es höchste Zeit für ein neues Haus“, betonte er. Damit diesen der Abschied und der Neuanfang erleichtert werden, kündigte Röser zwei Aktionen an: einen Flohmarkt für all die Dinge, die nicht mitgenommen werden können, und eine Fotoaktion mit Ausstellung. Dabei können die Bewohner Dinge oder Orte fotografieren, die ihnen ans Herz gewachsen sind, oder mit denen sie besondere Erinnerungen verbringen. Aus diesen großformatigen Bildern soll dann eine Ausstellung konzipiert werden.

Bei den Ansprachen im künftigen Foyer der Tagesstätte dankte Sozialdezernent Wolfgang van Vliet dem diözesanen Caritasverband für deren Bekenntnis zur Innenstadt und für das Engagement „in diesem wichtigen Feld.“ Er erinnerte an die Bedeutung von geeigneten Wohnformen für psychisch kranke Menschen und gab zu bedenken: „Da bleibt noch viel zu tun.“ Auch Ortsvorsteher Christoph Heller freut sich über den Neubau in der Innenstadt und betonte erneut: „Schön, dass ihr da seid, denn ihr gehört hierher!“

Dekan Alban Meißner kam vor dem Richtspruch die Aufgabe zu, den Neubau zu segnen – und er tat dies mit sichtlichem Vergnügen. Es war ihm ein Anliegen darauf hinzuweisen, „in wessen Auftrag hier gearbeitet wird.“ Das Caritas-Förderzentrum sei „Teil von etwas Größerem, Teil eines Planes Gottes.“ Er verwies auf den Auftrag der Kirche, den Papst Benedikt formuliert hat mit „an die Ränder gehen“. Aber die Menschen, für die St. Johannes und St. Michael arbeiten, würden gerade nicht am Rand stehen, sondern in der Mitte der Gesellschaft. „Sie geben mit diesem Haus Zeugnis dafür, was Menschsein bedeutet“, lobte er.

Wenn der Bau fertig gestellt ist, werden hier 44 Einzelappartements für psychisch kranke Menschen und ein Haus für 20 an Multipler Sklerose erkrankte Menschen mit einer gemeinsamen Tagesstätte entstehen. Der Caritasverband für die Diözese Speyer investiert dafür nach eigenen Angaben rund 14 Millionen Euro.