Die Anfänge (1920 bis 1945)
"Unter dem Vorsitz des H.H. Bischofs Dr. Ludwig Sebastian tagte am 28. Dezember im katholischen Vereinshause zu Neustadt eine Versammlung von Geistlichen und Laien, welche die Errichtung eines Diözesancaritasverbandes für das Bistum Speyer beschlossen." So berichtete der "Christliche Pilger" 1920 über die Gründung des Caritasverbandes für die Diözese Speyer.
Die Geschichte des Caritasverbandes ist ein Spiegel der gesellschaftlichen Entwicklung. Immer wieder galt es, die Hilfen an
den aktuellen Erfordernissen auszurichten. Nach dem Ersten Weltkrieg standen Hilfen für notleidende Familien, für Obdachlose
und Heimkehrer im Vordergrund. Der Caritasverband organisierte unter anderem Landverschickungen für Kinder, kümmerte sich
um Arme und Invalide und betreute Menschen mit Alkoholproblemen.
Im Nationalsozialismus behinderten eine Vielzahl staatlicher Verbote und Schikanen die Arbeit der Caritas. 1935 wurde dem
Caritasverband zum Beispiel die Neueinrichtung von Kindergärten sowie die Vermittlung von Lehr- und Arbeitsstellen verboten.
Ab 1937 durften keine öffentlichen Sammlungen mehr durchgeführt werden.
