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Stand: 02.02.2015

Pressemitteilung

"O Fortuna" und blondgelockter Engel mit wehendem Haar

„O Fortuna“ und blondgelockter Engel mit wehendem Haar  - 003 - Caritas_Wette3Thomas Moser, Leiter des Caritas-Förderzentrums St. Laurentius und Paulus, freut sich über die gelungene Aktion und dankt Ortsvorsteher Jürgen Doll für den Einsatz.Waltraud Itschner und Henning Wiechers für den Caritasverband für die Diözese Speyer

Dicht an dicht drängen sich die Gäste am Samstag des dritten Adventswochenendes inmitten der gemütlichen kleinen Budenstadt des Queichheimer "Wichtelmarktes", als plötzlich im Licht eines riesigen Bühnenscheinwerfers und zu den Klängen von "O Fortuna" aus den "Carmina Burana" ein Engel mit langen blonden Locken im weißen Gewand am Himmel erscheint. Mit wehendem Haar, fröhlich lächelnd und winkend schwebt er auf die ihm erstaunt entgegen blickende Versammlung zu.

Die himmlische Erscheinung ist kein Geringerer als Jürgen Doll, Ortsvorsteher des Landauer Stadtteils, der nach sanfter Landung der Lkw-Arbeitsbühne entsteigt, um den Einsatz seiner Wette mit dem Caritas-Förderzentrum St. Laurentius und Paulus einzulösen: 40 Freischoppen Glühwein an die Marktbesucher ausgeben. Die ist Doll schuldig, weil es dem Förderzentrum im Laufe des Jahres gelungen ist, mindestens 40 Ehrenamtliche für Aktionen mit Bewohnern zu mobilisieren. Beim letzten Queichheimer Neujahrsempfang hatte Doll dagegen gewettet, und wenn er gewonnen hätte, hätte er sich auf ein monatliches Frei-Frühstück, serviert im Ortsvorsteherbüro, freuen können. Aber Doll hat verloren, das konnte Alexander Hahn, Leiter des Projekts "LiLi - Leben in Landau inklusiv", vor dem Einschweben des Engels auf dem "Wichtelmarkt" verkünden. Unter der Ägide von "LiLi" hatte die Wette gestanden. Hahn rief die Namen der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus, die das Projekt im Laufe des Jahres unterstützt haben. Beim 42. Namen war klar, dass das Förderzentrum die Wette gewonnen hatte. Mit viel Applaus empfingen die Marktbesucher ihren engelsgleichen Ortsvorsteher, der bekannte, dass sich der "Flug" aus 25 Metern Höhe doch ziemlich wackelig angefühlt habe. "Ich dachte, ich fliege wirklich", sagte er, bevor er sich noch einmal das vom Chawwerusch-Theater zur Verfügung gestellte Blondhaar aus dem Gesicht strich und sich an den Glühweinausschank machte. 

Thomas Moser, der Leiter des Caritas-Förderzentrums St. Laurentius und Paulus, dankte ihm für diesen "ungewöhnlichen Einsatz", ebenso allen Ehrenamtlichen, die dieses Projekt unterstützt und jeden ersten Montag und Mittwoch im Monat unter anderem Menschen aus dem Förderzentrum bei Konzertbesuchern und Ausflügen begleitet haben. Dabei konnten einige Bewohner sogar dank der Unterstützung von vier Schülern der IGS Landau in Zusammenarbeit mit dem FV Queichheim das Fußballabzeichen erwerben, wie Alexander Hahn im Gespräch mitteilte. Mit seiner Freude über die gelungene Aktivierung so vieler Ehrenamtlicher verband er den Wunsch, dass der eine oder die andere von ihnen auch zukünftig dem Projekt treu bleiben möge. Und natürlich seien neue Mitstreiter bei "LiLi" jederzeit willkommen.

Text und Foto: Waltraud Itschner und Henning Wiechers für den Caritasverband für die Diözese Speyer

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