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Stand: 27.06.2019
  • 28. Oktober 2020

    09:00 Uhr - 17:00 Uhr

Deeskalation

Im Berufsalltag bilden Aggression und Gegenaggression häufig eine Eskalationsspirale, die in Machtkämpfen endet. Die Mitarbeiter sollten Aggressionen auf keinen Fall persönlich nehmen, sondern herausfinden, warum der Klient/Patient so wütend ist. Aggression ist oft ein Ausdruck von Angst, Ärger oder gar dem Gefühl der Bedrohung. Außerdem wird viel zu wenig überlegt, welche Strukturen die Klienten/Patienten aggressiv machen und was man unter Umständen ändern könnte. Regeln sollten hinterfragt werden und es sollte überlegt werden, ob es andere Möglichkeiten gibt, um dem Klienten/Patienten zusätzlich ein Stück seiner Autonomie zurück zu geben.
Im Seminar lernen Sie über die jeweiligen Deeskalationsstufen, wie Sie mit der Aggression Ihres Gegenübers professionell umgehen, um letztendlich Schaden, jeglicher Art, von sich und anderen abzuwenden.
„Deeskalation ist darauf ausgerichtet, Aggression, wo immer sie auftaucht, zu verstehen, zu deuten, zu verändern und zu vermeiden“, heißt es bei ProDeMa (Professionelles Deeskalationsmanagement).
Inhalte: Die Deeskalationsstufen (Stufe V und VI sind Interventions- und Immobilisationstechniken)

 Deeskalationsstufe I: Verhinderung der Entstehung von Gewalt und Aggression durch
innerbetriebliche Reflektion aggressionsauslösender Reize, Prozessabläufe, Strukturen und Regeln (Primärprävention)
 Deeskalationsstufe II: Veränderung von Reaktionsmustern der Mitarbeiter durch veränderte
Interpretationen und Bewertungsmuster von aggressiven, herausfordernden
oder abwehrenden Verhaltensweisen
 Deeskalationsstufe III: Verständnis der Ursachen und Beweggründe aggressiver Verhaltensweisen von PBK (Patienten, Bewohner, Klienten etc.)
 Deeskalationsstufe IV: Kommunikative Deeskalationstechniken im direkten Umgang mit
hochgespannten PBK: verbales Deeskalationstraining
 Deeskalationsstufe VII: Kollegiale Ersthilfe, Umgang mit traumatisierten Mitarbeitern und
professionelle Nachbearbeitung von Vorfällen

Eine ausführliche Darstellung der Deeskalationsstufen finden Sie bei www.prodema-online.de

Methoden:  Inputs, Fallbeispiele aus der Praxis (evtl. mit Rollenspiel und Analyse), Offene Diskussion

Zielgruppe

Mitarbeiter*innen aus allen Bereichen und Einrichtungen

Max. Teilnehmerzahl

16 Personen

Kosten

125 Euro inkl. Tagesverpflegung im Bildungshaus

Referent(in)

Heiko
Heller

Deeskalationstrainer



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