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Stand: 30.07.2019

Pressemitteilung

Auszeichnung für hohes Maß an ehrenamtlichem Engagement

Drei Ehrenamtliche wurden mit dem Caritaskreuz geehrt.Gruppenbild mit Geehrten: (von links) Weihbischof Georgens, die Ehrenamtlichen Cäcilie Theison, Alex Cunow und Renate Katus sowie Caritasdirektor Vinzenz du Bellier.Marion Linzmeier-Mehn / Caritasverband für die Diözese Speyer

Mit der goldenen Ehrennadel zeichnete Caritasdirektor Vinzenz du Bellier beim Caritas-Tag in Germersheim Renate Katus aus Jockgrim, Cäcilia Theisohn aus Bellheim und Alex Cunow aus Hagenbach aus. 

"Jemand hat, als lieber Mensch von Tat mir zugelächelt, mir Linderung gefächelt, mir Mut gemacht, mit mir gelacht, mir zugehört, verjagt, was stört, mich um Rat gefragt, Traurigkeit verjagt ...": Das Gedicht mit dem Titel "Dank der Nächstenliebe" von Johannes Thomas Hübner, Journalist und in seiner Kirchengemeinde selbst ehrenamtlich tätig, stellte der Caritasdirektor an den Anfang seiner Würdigung des langjährigen Einsatzes der drei Ehrenamtlichen aus dem Dekanat Germersheim. Mit den Versen sollte ihnen und allen anderen Aktiven der tiefe Dank des Caritasverbandes für die Diözese Speyer ausgesprochen sein.

Die in Kirrweiler geborene und heute in Jockgrim lebende Renate Katus war die Erste, die die Ehrung auf der Bühne entgegennahm. Seit 1975, so berichtete du Bellier, sei die nun bald 68-jährige gelernte Buchbinderin ehrenamtlich im Caritas-Bereich aktiv. Sie hatte ihre Berufstätigkeit nach der Heirat für die Pflege der Schwiegereltern, den Hausbau und die Betreuung der eigenen Kinder aufgegeben. Bis 2015 engagierte sie sich im Pfarrgemeinderat mit den Tätigkeitsschwerpunkten Caritas, Mission und Öffentlichkeitsarbeit. Ab 1981 sammelte sie Kleidung, insbesondere Kinderkleidung und Kinderausstattung - zunächst für die Kleiderkammer des Caritas-Zentrums Germersheim, seit 2009 für das Sozialkaufhaus "Warenkorb". "Der Warenkorb Germersheim holt bis heute vier bis fünf Mal im Jahr einen Kleintransporter voll Kleidung und Kinderausstattung ab", merkte er an. Ebenfalls seit 1975 führte sie Sammlungen für das Internationale Missionswerk München durch und erziele dabei immer rund 1000 Euro pro Jahr. 1982 sei sie Ansprechpartnerin für die Aktion Leben in der Pfarrei geworden und ab 1994  unterwegs bei Geburtstagsbesuchen in einem Bezirk der Pfarrei. "Über den gesamten Zeitraum ist Frau Katus die zentrale Ansprech- und Kontaktperson für das Caritas-Zentrum Germersheim in allen Fragen der ehrenamtlichen Caritasarbeit in der Pfarrei", so der Caritasdirektor weiter. Darüber hinaus sei bei den Sternsingern dabei, wirke bei Pfarrfesten mit und arbeite in der Erwachsenbildung und bei der Mitgestaltung des Ferienprogramms der Pfarrei im Rahmen des Verbandsgemeinde-Ferienprogramms mit. Schließlich übernehme sie auch noch das Betreuen und Zieren der Kirche St. Dionysius. Für dieses vielfältige und besondere ehrenamtliche Engagement bat der Caritasdirektor um einen großen Applaus für Renate Katus bat, den das Publikum ihr sehr gern zollte.

Die zweite Nadel gab es für Cäcilia Theisohn. Die 69-Jährige Witwe lebt in Bellheim, ist gelernte Einzelhandelskauffrau und war von 1982 bis zum Wechsel in den Ruhestand Ende Januar 2015 in der Kreisverwaltung beschäftigt. Seit 1999 ist sie ehrenamtlich im Einsatz im Pfarrgemeinderat, seit 2000 im Caritasausschuss, organisiere Besuchsdienste für Kranke, zu Geburtstagen und Weihnachten sowie im Altenheim in Bellheim. Seit 2001 ist die gebürtige Herxheimerin Ansprechpartnerin in der Pfarrei für die Arbeit des Schönstatt-Zentrums Marienpfalz, gestaltet Besinnungstage mit, organisiert die Anmeldungen und übernimmt den Fahrdienst nach Herxheim und nach Maria Rosenberg. "Seit 2001 ist sie zentrale Ansprechpartnerin und Kontaktperson in der Pfarrei für das Caritas-Zentrum Germersheim hinsichtlich aller anfallenden Fragen bei Einzelfällen, Organisation von Arbeitskreisen, Unterstützung bei Veranstaltungen". 

2003 hat Cäcilia Theisohn den Caritas-Kurs des Diözesan-Caritasverbandes absolviert, und seit 2004 übernimmt sie die Besuche bei Neubürgern in der Gemeinde. Von 2005 bis 2012 hat die Bellheimerin Caritassammlungen in der Pfarrei organisiert. Seit 2010 geht sie auch zu Besuchen ins Krankenhaus in Landau und Germersheim und organisiert die Kleidersammlungen der Pfarrei für den "Warenkorb" Germersheim. "Seit 2015 arbeitet sie mit im Gemeindeausschuss und ist Vorsitzende des Caritaskreises Bellheim. Und seit ab 2018 übernimmt sie auch den Fahrdienst zu Werktagsgottesdiensten", schloss du Bellier die lange Liste und betont: "Auch das ist ein ausgefülltes Ehrenamtsprogramm von Woche zu Woche".

Die dritte Ehrennadel steckte der Caritasdirektor dem in Hagenbach wohnenden Alex Cunow an. Der 60-jährige verheiratete Familienvater und Großvater und gelernte Tischler ist noch bis zum voraussichtlichen Eintritt in die Freistellungsphase der Altersteilzeit im kommenden Januar tätig als Lagerist und Fachausbilder bei Mercedes Benz. Seit 1990, so berichtete du Bellier, ist Cunow ehrenamtlich tätig. In diesem Jahr ist er der Kreuzbund-Gruppe Wörth beigetreten - "vor dem Hintergrund einer stark ausgeprägten eigenen Alkoholerkrankung". Es sei sein Wunsch gewesen, das, was er an Hilfe erfahren hatte, zurückzugeben und anderen Suchtkranken zu helfen. Ab 1990 hat er die erste ehrenamtliche Tätigkeit bei der Organisation und Durchführung des Diözesangrillfestes des Kreuzbunds übernommen. Ab 1995 ist er stellvertretender Gruppenleiter der Kreuzbundgruppe Wörth gewesen, und 1998 hat er dann die Gruppenleitung übernommen. Ab 2000 folgten die Einrichtung einer Infogruppe für Menschen mit suchtmittelbedingter Verkehrsproblematik in Wörth und die Übernahme der Hauptgruppenleitung für beide Gruppen in Wörth. 

2006 hat er dann die Regionalleitung Vorderpfalz mit Zuständigkeit für die Kreuzbundgruppen in Ludwigshafen, Speyer, Landau, Germersheim, Kandel und Wörth übernommen. Er führt Seminare für Kreuzbundgruppenmitglieder als Multiplikator für Kreuzbund-Kompakt durch. Seit 2013 ist Cunow stellvertretender Vorsitzender für den Kreuzbund-Diözesanverband Speyer, verbunden mit der Mitarbeit im Kreuzbund auf Bundesebene. In seiner Eigenschaft als Gruppenleiter organisiere und moderiere er nicht nur die Gruppenabende, sondern diene auch Betroffenen als Ansprechpartner bis hin zur Begleitung in Kliniken. "Er ist für die Suchtberatung des Caritas-Zentrums Germersheim der zentrale Ansprechpartner in allen Fragen der Suchtselbsthilfe und wirkt bei Präventionsveranstaltungen des Caritas-Zentrums, aber auch in Eigenregie des Kreuzbundes mit. Dabei gelingt es Herrn Cunow durch das Einbringen seiner eigenen Erfahrungen mit der Alkoholerkrankung sehr gut, insbesondere jungen Menschen die Risiken des Alkoholkonsums zu veranschaulichen", sagte der Caritasdirektor zum Abschluss der Würdigung und übergab auch Cunow unter dem Applaus des Publikums Nadel, Urkunde und Blumenstrauß.

Text: Henning Wiechers und Waltraud Itschner / Fotos: Marion Linzmeier-Mehn für den Caritasverband für die Diözese Speyer

 

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