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Stand: 02.04.2019

Pressemitteilung

Auszeichnung für vorbildhafte Präventionsarbeit

Dunkelblaue Schachtel mit Aufschrift "Ich sehe was was du nicht siehst"

Die Erfinder des Präventionsspiels "Ich sehe was, was du nicht siehst" wurden mit dem Landespräventionspreis 2018 ausgezeichnet.

Mainz. Staatssekretärin Nicole Steingaß hat zusammen mit dem Landespräventionsrat Rheinland-Pfalz die Fachstelle Kinder- und Jugendschutz des Bischöflichen Generalvikariats Trier im Rahmen des Landespräventionspreises 2018 ausgezeichnet. Der erste Preis wurde für das Präventionsspiel "Ich sehe was, was du nicht siehst" vergeben, das spielerisch und niedrigschwellig Präventionsinhalte zur Thematik der sexualisierten Gewalt vermittelt und zum Nachdenken und zur Diskussion zwischen den Spielteilnehmenden anregt. Im Spiel ist es deren Aufgabe, verschiedene Situationen zwischen Schutzbefohlenen und Verantwortlichen einzuordnen, differenziert zu bewerten und zu entscheiden, ob eine Grenze überschritten wurde und eingegriffen werden muss. Dabei soll das Thema sexualisierte Gewalt enttabuisiert und die Spielerinnen und Spieler sensibilisiert zu werden.

Die Idee zu dem Spiel stammt von Sabine Buckel (Caritas Speyer) und wurde von den Präventionsbeauftragten aus der Regionalgruppe der Bistümer Speyer, Mainz und Trier aufgegriffen; die Umsetzung übernahm federführend die Fachstelle Kinder- und Jugendschutz des Bistums Trier.

Bei der Preisverleihung in Mainz wurden außerdem wurden das Jugend-Treff-Zentrum Otterbach, die Jugend- und Drogenberatungsstelle Pirmasens und der Kreisverband Mayen-Koblenz des Deutschen Roten Kreuzes im Rahmen des Landespräventionspreises 2018 ausgezeichnet.

"Prävention ist und bleibt eine wichtige Stütze unserer rheinland-pfälzischen Sicherheitssarchitektur", sagte Steingaß bei der Verleihung der Preise in Mainz. Mit dem Preis werden seit 2012 jährlich erfolgreiche Projekte der Kriminalitätsvorbeugung durch den Landespräventionsrat ausgezeichnet. Neben der Ehrung werden die Initiativen landesweit vorgestellt und dienen so als Vorbild und Anregung für andere Aktive und Engagierte.

Bürgernahe Kriminalprävention werde erst durch die enge Verzahnung von Polizei und den Bürgerinnen und Bürgern möglich, so die Staatssekretärin. "Die Kreativität und das Engagement der handelnden Akteure sind dabei wesentliche Erfolgsfaktoren für eine nachhaltige Präventionsarbeit", betonte Steingaß.

Der Landespräventionsrat ist ein ehrenamtliches interdisziplinär besetztes Gremium, das die Landesregierung Rheinland-Pfalz in Fragen der Kriminalprävention berät. Vorsitzender des Vorstands ist Wolfgang van Vliet aus Ludwigshafen.

Die Ausschreibung für den Landespräventionspreis des kommenden Jahres hat bereits begonnen. Bewerben können sich Gruppen, Vereine, Verbände, Schulen, Hochschulen, soziale Einrichtungen, Behörden, Kriminalpräventive Gremien, Einzelpersonen und sonstige Institutionen mit Sitz in Rheinland-Pfalz. Einsendeschluss ist der 31.10.2019. Der Landespräventionspreis ist mit insgesamt 5500 Euro dotiert. Die Preisgelder sind zweckgebunden für die Fortführung der bestehenden Initiative und / oder für die Entwicklung eines neuen kriminalpräventiven Projektes.

Text: Ministerium des Inneren und für Sport

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