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Stand: 30.07.2019

Pressemitteilung

Caritas erzielt 62.000 Euro aus Altkleidersammlung

Ein Kleiderspendencontainer auf dem Gelände des Caritasverbandes in SpeyerStefan Thum von der Firma Texaid betreut vor Ort die Kleiderspendencontainer, so auch am Standort des Caritasverbandes in der Nikolaus-von-Weis-Straße in Speyer. Justine Köhler / Caritasverband für die Diözese Speyer

Seit 2014 sammelt der Caritasverband für die Diözese Speyer Kleidung mit Altkleidercontainern des Textilverwerters Texaid. 209 Kleiderspendencontainer sind bei Einrichtungen der Caritas und auf kirchlichen und kommunalen Flächen sowie einigen gewerblichen Flächen aufgestellt. Im vergangenen Jahr wurden damit 519 Tonnen Textilien gesammelt, das sind 519 000 Kilogramm. Für ein Kilogramm Textilien wurden vom Verwerter Texaid 12 Cent bezahlt. Das ergibt eine Gesamtsumme von 62.280 Euro. 

Der Erlös aus der Altkleidersammlung fließt in die drei Sozialkaufhäuser "Warenkorb St. Christophorus" in St. Ingbert, Speyer und Germersheim. In den Warenkorb-Kaufhäusern werden langzeitarbeitslose Menschen durch Qualifizierungs- und Beschäftigungsmaßnahmen wieder an ein geregeltes Arbeitsleben herangeführt. Sie werden von Sozialpädagoginnen dabei begleitet und angeleitet. Außerdem arbeiten in den Warenkörben St. Christophorus auch ehrenamtliche Helfer mit, unterstützen die Marktleiter, helfen beim Abholen von Möbelspenden und beim Sortieren und Aufbereiten gespendeter Waren. 

"Wir schätzen das Unternehmen als sehr zuverlässigen und kompetenten Partner", sagt Peter Lehmann, der Verantwortliche des Caritasverbandes für die Warenkorb-Kaufhäuser. "Die Bewirtschaftung unserer Container erfolgt zu unserer vollsten Zufriedenheit. Auch die Betreuung unserer Partner vor Ort durch Stefan Thum von Texaid klappt prima." 

Der Textilverwerter Texaid ist seit 2009 in Deutschland aktiv. Mit deutschlandweit rund 700 Mitarbeitenden, 49 eigenen Secondhand-Shops sowie dem zweitgrößten Sortierwerk Deutschlands im thüringischen Apolda ist Texaid eine der führenden Textilrecycling-Organisationen auf dem deutschen Markt. Mit insgesamt jährlich rund 81.000 Tonnen gesammelter Altkleidung, Schuhen und Haushaltstextilien bei einer Wiederverwertungs- beziehungsweise Recyclingquote von bis zu 95 Prozent trägt der Verwerter zum Schutz der Umwelt und zur Ressourcenschonung bei.

Durch eine technisch hochmoderne Feinsortierung erreicht das Unternehmen einen Anteil an Secondhand-Kleidung von 50 bis 65 Prozent. Damit liegt Texaid deutlich über dem europäischen Branchendurchschnitt von 45 bis 50 Prozent. 

Auch die verbleibenden 35 Prozent der Textilien werden verwertet: Stark beschädigte Teile aus Baumwolle oder Baumwollmischgewebe lassen sich zu Putzlappen verarbeiten. Rund 15 Prozent der nicht mehr tragbaren Textilien können auf diese Weise einer neuen Nutzung zugeführt werden. Weitere 15 Prozent werden als Recyclingwolle in neuer Bekleidung oder in Decken weiterverwendet. Oder sie werden maschinell zerfasert, um als Rohstoff etwa für Isolier- und Dämmstoffe sowie Dachpappen verarbeitet zu werden. 5 bis 15 Prozent der Alttextilien werden verbrannt und dienen so der Wärme- und Energieerzeugung.

Text und Foto: Caritasverband für die Diözese Speyer



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