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Stand: 17.09.2018

Pressemitteilung

Das christliche Menschenbild und der Lebensschutz

Podiumsgespräch HPH 18.02.2019

"Es besteht die Gefahr, dass politische Gruppierungen das Thema Lebensschutz für ihre Zwecke instrumentalisieren", sagen Christine Lampert und Dr. Thomas Steinforth. Lampert ist Geschäftsführerin der Stiftung und Referentin für Schwangerschaftsberatung beim Diözesancaritasverband, Steinforth Referent für Gesellschaftsethik im HPH. Beide haben den Abend inhaltlich vorbereitet. Aber auch (christliche) Mitglieder in den Parteien und Fraktionen sind durchaus unterschiedlicher Meinung bei Fragen rund um Fristenregelung, Werbe- und Informationsverbot für Mediziner, die Abtreibungen vornehmen, oder Möglichkeiten, "Designerbabys" zu entwickeln.

Solche Fragen werden an dem Abend aus drei verschiedenen Blickwinkeln erörtert: Dr. iur. Liane Bednarz, Juristin, Autorin und Publizistin, kennt sich im eher rechten politischen Milieu aus. Sie kann darüber Auskunft geben, wie rechte Gruppierungen und Akteure christliche Werte aufgreifen und sie für ihre spezifische Weltsicht vereinnahmen - etwa im Hinblick auf das Bild der Frau und den Wert des Lebens.

Prof. Dr. Ursula Nothelle-Wildfeuer ist Lehrstuhlinhaberin für Christliche Gesellschaftslehre an der Theologischen Fakultät der Universität Freiburg. Als Sozialethikerin kann sie erläutern, wie Christen ihre Überzeugungen so in die politische Diskussion einbringen können, dass sie auch in einer pluralen Gesellschaft verstanden werden und Akzeptanz finden können.

Prof. Dr. Monika Bobbert, Seminardirektorin des Seminars für Moraltheologie der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Münster, gibt Impulse, woran sich eine Politik des Lebensschutzes aus christlicher Sicht orientieren sollte.

"Angesichts zum Teil unterschiedlichen Positionen der Kirchen und vieler Christen ist es eine wichtige Frage, ob es beim Thema Lebensschutz überhaupt "die eine christliche Position" gibt", nennt Steinforth ein wichtiges Anliegen des Abends. Zugleich gehe es aber auch darum, der politischen Vereinnahmung durch vereinfachende Argumentation entgegenzuwirken, fügt Christine Lampert hinzu.

Beim jährlichen Podiumsgespräch der Bischöflichen Stiftung mit dem Heinrich Pesch Haus handelt es sich um eine Kooperationsveranstaltung, die auch vom Familienbund der Katholiken, dem Kolpingwerk, der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd), dem Katholischen Deutschen Frauenbund (KDFB) sowie der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) in der Diözese Speyer unterstützt wird.

Text und Foto: Brigitte Deiters für den Caritasverband für die Diözese Speyer

 

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