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Stand: 30.07.2019

Pressemitteilung

Dem Vorbild der Heiligen Elisabeth gefolgt

Gruppenfoto im Dom: Gruppenfoto: (von links) Bischof Wiesemann, die Gruppenmitglieder, Jurymitglied Schwester Roswitha und Leiterin Barbara Aßmann von der Abteilung Soziales beim DiCV Speyer.Gruppenfoto im Dom: Gruppenfoto: (von links) Bischof Wiesemann, die Gruppenmitglieder, Jurymitglied Schwester Roswitha und Leiterin Barbara Aßmann von der Abteilung Soziales beim DiCV Speyer.Klaus Landry / Caritasverband für die Diözese Speyer

Zuvor hatte Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann zusammen mit den Caritas-Mitarbeitenden den Gottesdienst anlässlich des Elisabethentags gefeiert. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst von Mitarbeitenden der Caritas. Die Heilige Elisabeth sei eine "große Kraftquelle", eine "große Heilige der Nächstenliebe", betonte der Bischof in seiner Predigt: "Gott hat sie mit einem wachen Herzen für die Armen gesegnet." Ihrem Vorbild, zu helfen, wo Hilfe gebraucht wird, folgen viele auch heute nach, wie das "Netz der kleinen Hilfen", deren ehrenamtliche Mitarbeiter*innen der Bischof in den Reihen der Gottesdienstbesucher besonders begrüßte: "Sie nehmen heute stellvertretend den Preis entgegen für die vielen, die helfen, und die vielen, die dankbar sind."

Als Netzwerk habe sich auch die frühe Christenheit gesehen. Sie sind hinausgegangen und haben die Liebe Gottes erfahrbar gemacht, denn dort wo solch ein Netz der Hilfe ist, wo man aufgefangen ist, wo Gemeinschaft trägt,  sei die Liebe Gottes lebendig, führt Bischof Wiesemann aus. Es seien die kleinen, alltäglichen Dingen - Hilfen für Menschen, die sich nicht alleine zurechtfinden oder andere brauchen. Ein Netzwerker zu sein, bedeute, dass wir über uns selbst hinausgehen, Ängste überwinden und das Leben miteinander teilen, erklärte Wiesemann. Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren, haben gesagt: "Der schönste Lohn ist die Freude, die das Ganze bereitet. Es macht Freude, sich einzusetzen. Es macht Sinn", gab der Bischof wieder, was er aus vielen Begegnungen mit Ehrenamtlichen erfahren hat.

Im Anschluss an den Gottesdienst überreichte Jurymitglied Schwester Roswitha in Vertretung des Caritasvorsitzenden Karl-Ludwig Hundemer den Nardini-Preis, der mit 1000 Euro dotiert ist, an die Gruppe "Netz der kleinen Hilfen". Aufgrund der Corona-Situation konnte der Nardini-Preis in diesem Jahr nicht wie gewohnt am Caritas-Tag der Ehrenamtlichen verliehen werden. Der Caritasverband zeichnet seit zwölf Jahren ehrenamtliche Gruppen auszeichnet, die innovativ sind und niederschwellige Hilfe anbieten für Menschen, die in der Gemeinde nicht sichtbar sind, sagte Barbara Aßmann in ihrer Laudatio. Die Gruppe, die auf 18 Aktive angewachsen ist, unterstützt Einwohner in Leimersheim mit Fahrdiensten zum Hausarzt oder zum Impfzentrum. Erreichbar sind die Gruppenmitglieder im Wechsel über ein Handy, dessen Nummer nicht nur im Amtsblatt von Leimersheim, sondern mittlerweile auch von den Seniorenbeauftragten der Nachbargemeinden veröffentlicht wird. Nicht nur Ältere, sondern auch Jüngere rufen inzwischen an. Es sei auch immer Zeit für ein Gespräch, "der Kontakt ist wichtig - das kommt sehr gut an", berichtet Barbara Aßmann: "Die Engagierten haben erkannt, dass es auf die kleinen Dinge ankommt, die als große Hilfe erlebt werden."

Anerkennung für das Engagement: Für die Verleihung des Nardini-Preises bedankt sich im Namen der Gruppenmitglieder Sprecherin Rita Torka. Anerkennung für das Engagement: Für die Verleihung des Nardini-Preises bedankt sich im Namen der Gruppenmitglieder Sprecherin Rita Torka. Klaus Landry / Caritasverband für die Diözese Speyer

Die Jury war sich einig, dass das "Netz der kleinen Hilfen" wichtige Aspekte beinhalte, die den Nardini-Preis ausmachen: "das kirchlich-caritative Engagement, die Orientierung an konkreten Bedürfnissen und der niederschwellige Zugang." Die Sprecherin der Gruppe, Rita Torka, dankte im Namen aller Mitglieder für die besondere Auszeichnung. Die Gruppe freue sich sehr über den Preis: "Es ist nicht selbstverständlich, Anerkennung zu bekommen", sagte Rita Torka stellvertretend für ihre Mitstreiter*innen.  

Die Initiative sei entstanden aus der Frage heraus, wo in Leimersheim, einer Gemeinde mit 2500 Einwohner, in der Nachbarschaft noch funktioniert, trotzdem Lücken sind und was noch getan werden kann. So entstanden die Fahrdienste, Botendienste und Einkäufe, Hilfen bei Ausfüllen von Formularen. Die Gruppenmitglieder empfinden große Freude bei ihrer Tätigkeit: "Es ist schön, für diejenigen da zu sein, die Hilfe brauchen", betonte Rita Torkar, die die Gelegenheit nutzte, der Gruppe für ihr Engagement zu danken. Für das "Netz der kleinen Hilfen" gab es zum Abschluss einen herzlichen Applaus der Gottesdienstbesucher. Zum Ausklang des Elisabethentags ehrte der Caritasverband Speyer noch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für langjährige Zugehörigkeit sowie für runde Geburtstage.

Text: Caritasverband für die Diözese Speyer /Fotos: Klaus Landry



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