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Stand: 30.07.2019

Pressemitteilung

Zusammenschluss zum Wohle der Kunden

Teilnehmer der GründungsversammlungAus fünf Diözesen waren Träger von Einrichtungen vertreten. Justine Köhler / Caritasverband für die Diözese Speyer

Darin sind die den Diözesan-Caritasverbänden Köln, Limburg, Mainz, Speyer und Trier  angeschlossenen Träger von Einrichtungen und Diensten für Menschen mit Behinderung und psychischer Beeinträchtigung zusammengeschlossen.

Die rheinland-pfälzischen Träger hatten bisher bereits in der Katholischen Landesarbeitsgemeinschaft KLBP zusammengearbeitet. Die KLBP gründete sich 1997 als Fachgremium mit den Aufgaben einer gemeinsamen Interessensvertretung und Interessensförderung der Einrichtungen und Dienste der Mitglieder. Ebenso zählte auch die Interessensvertretung für die betreuten Menschen und deren Angehörigen dazu wie auch die Förderung der Zusammenarbeit. In dieser Arbeitsgemeinschaft wurden Positionen erarbeitet, Gesetzgebungsverfahren begleitet.

Aufgrund der guten Erfahrung regten die Träger im Saarland an, auch für den Bereich der Eingliederungshilfe eine gemeinsame Arbeitsgemeinschaft zu schaffen, um vom gegenseitigen Austausch zu profitieren, neue Lösungswege zu finden und Synergien nutzen zu können. Zudem wird es als zunehmend wichtig angesehen, als Teil einer Gemeinschaft von Trägern unter dem Dach der Caritas im Zusammenspiel mit anderen Einrichtungen und Verbänden der freien Wohlfahrt und im politischen Raum gesehen zu werden. 

So haben sich 2019 die Mitglieder der Katholischen Landesarbeitsgemeinschaft Behindertenhilfe und Psychiatrie Rheinland-Pfalz sowie die Caritas-Landeskonferenz Saarland, die Arbeitsgemeinschaft Caritasverbände Saar und die Arbeitsgemeinschaft Caritasverbände Rheinland-Pfalz dafür ausgesprochen, eine gemeinsame Arbeitsgemeinschaft zu gründen. Im vergangenen Jahr wurde eine Geschäftsordnung erarbeitet.

Die CABP in Zahlen

Am Donnerstag, 5. März 2020, fand nun in der Zentrale des Caritasverbandes für die Diözese Speyer die Gründungsversammlung statt. Die neue Caritas-Arbeitsgemeinschaft Behindertenhilfe/Psychiatrie Rheinland-Pfalz/Saarland umfasst  (Stand 2018) rund 100 ambulante Dienste für Menschen mit Behinderungen oder psychischen Erkrankungen. Betreut werden dort rund 13.500 Menschen. Diese Arbeit wird geleistet von 1225 Mitarbeiter*innen. 

Die neue Caritas-Arbeitsgemeinschaft ist im Saarland und in Rheinland-Pfalz Träger von 34 Tagesstätten und Tagesförderstätten. Betreut werden dort rund 1555 Menschen. Im Einsatz sind 650 Mitarbeiter*innen. In beiden Bundesländern sind 50 Werkstätten und Integrationsfirmen in katholischer Trägerschaft. Hier wirken rund 6950 Beschäftigte. 

Die Katholischen Träger der Behindertenhilfe in Rheinland-Pfalz und im Saarland halten 77 besondere Wohnformen - ehemals stationäre Einrichtungen - vor. Darin leben rund 4170 Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen. Hier sind 3355 Mitarbeiter*innen tätig.

Bundesteilhabegesetz: Lernen voneinander

Bei der Gründungsversammlung wurde die Mitgestaltung der Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes in den beiden Ländern besprochen. Ziel ist es auf dieser neuen gesetzlichen Grundlage die Personenzentrierung und Selbstbestimmung in den Angeboten der Katholischen Einrichtungen der Behindertenhilfe und Psychiatrie  weiter zu entwickeln. Die Teilhabe der Klientinnen und Klienten soll bei den sich verändernden Rahmenbedingungen weiterhin ermöglicht werden. Eines der weiteren Themen war die  Gewinnung und Haltung von Fachkräften, was maßgeblich bei der Erhaltung und Weiterentwicklung der Qualität erforderlich ist.

Vorstand der CABP

Gründungsversammlung der CABP am 5. März 2020Der neue Vorstand der CABP: (von links) Vorsitzender Winfried Hoffmann, Thomas Buckler, Claudia Schönershoven, Geschäftsführerin Anne Veit-Zenz, Peter Roos, Mar-kus Wagener, Dr. Walter Steinmetz, Ruth Klein, Bernward Hellmanns, Katja Göbel und Karl-Ludwig Hundemer. Auf dem Foto fehlt Pascal Thümling.Justine Köhler / Caritasverband für die Diözese Speyer

Vorsitzender ist Winfried Hoffmann (Leiter des Caritas-Förderzentrums Paul Josef Nardini in Zweibrücken/cbs Speyer). Sein Stellvertreter ist Domkapitular Karl-Ludwig Hundermer, Vorsitzender des Caritasverbandes für die Diözese Speyer (von der AG CV benannt). Zweite Stellvertreterin ist Ruth Klein aus der BBT-Gruppe. 

Die Geschäftsführung obliegt Anne Veit-Zenz (Caritasverband für die Diözese Trier/Referat Behindertenhilfe)

Vom Caritasverband für die Diözese Trier sind als weitere Vorstandsmitglieder Thomas Buckler (Geschäftsführer der St. Raphael CAB), Markus Wagener (Direktor von St. Martin in Düngenheim, Kaisersesch und Ulmen, St. Hildegardis GmbH) und Claudia Schönershoven (Geschäftsführerin des Herz-Jesu-Hauses Kühr vertreten.

Aus dem Caritasverband für die Diözese Speyer wurden in den Vorstand gewählt Dr. Walter Steinmetz (Geschäftsführer Gemeinschaftswerk der Pfalz) und Winfried Hoffmann (Leiter des Caritas-Förderzentrums Paul Josef Nardini in Zweibrücken/cbs SepyerI, vom Caritasverband für die Diözese Limburg Peter Roos (Abteilungsleiter Wohnen und Bildung im CV Westerwald/ Rhein-Lahn) und vom Caritasverband für die Diözese Mainz Pascal Thümling (Caritasdirektor CV Worms).

Text und Bilder: Caritasverband für die Diözese Speyer

 

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