Beratung und Hilfe für Menschen mit Behinderung

Die Beratungs- und Koordinierungsstellen informieren und beraten ältere, kranke und behinderte Menschen und ihre Angehörigen. Betroffene erhalten dort Informationen  über ambulante Hilfen, Tages- und Kurzzeitpflege, stationäre Pflegeeinrichtungen und weitere Hilfeangebote. Dabei werden die Leistungen verschiedener Anbieter vorgestellt.

Die Beratungs- und Koordinierungsstellen erstellen und koordinieren einen Hilfeplan nach den persönlichen Bedürfnissen und erklären die Finanzierungsmöglichkeiten. Dabei arbeiten sie mit anderen Einrichtungen im Gesundheitswesen wie auch Behörden eng zusammen.

Außerdem sind die Beratungs- und Koordinierungsstellen Ansprechpartner für Informationen und Beschwerden im Zusammenhang mit ambulanten und stationären Pflegeleistungen.

Die Beratungs- und Koordinierungsstellen wurden mit Einführung der Pflegeversicherung im Jahr 1996 geschaffen. Ziel der Arbeit dieser Stellen ist es, die verschiedenen vorhandenen Hilfeangebote für ältere Menschen aus einer Hand zu koordinieren und so zu vermitteln, dass sie auf den jeweiligen Bedarf hin ausgerichtet sind.

Familienentlastender Dienst

Auch wer eine Behinderung hat, lebt am liebsten in seiner gewohnten Umgebung. Die Betreuung erfordert von den Angehörigen jedoch einen hohen Einsatz, der häufig bis an die Grenzen der Belastbarkeit führt. Abhilfe schafft der Familienentlastende Dienst. Er richtet sich an Menschen mit Behinderung, die in ihrer Familie leben und von ihren Angehörigen betreut werden. Besonders Menschen, die schwerst mehrfach behindert sind, haben einen hohen Pflegebedarf.

Der Familienentlastende Dienst leistet eine individuelle Einzelbetreuung, die von der Art und Schwere der Behinderung abhängt. Häufig wird Unterstützung angefordert, damit die Eltern eine dringend benötigte Auszeit bekommen, zum Beispiel für einen Krankenhausaufenthalt oder für einen Urlaub, um neue Kraft zu schöpfen. Darüber hinaus initiiert der Familienentlastende Dienst Freizeit- und Bildungsangebote wie zum Beispiel Ausflüge an den Wochenenden und in den Ferien sowie gemeinsame Besuche von Kultur- und Sportveranstaltungen. Gerade für Menschen, die aufgrund einer Behinderung stark eingeschränkt sind, haben Kontakte außerhalb des Elternhauses eine große Bedeutung. Die Hilfe richtet sich auch an Eltern und Geschwister, die sich in Gruppen über ihre Erfahrungen austauschen können.

Adressen

 

Beirat der Angehörigen im Fachverband Caritas Behindertenhilfe Psychiatrie

Der Angehörigenbeirat im Bundesfachverband der Caritaseinrichtungen der Behindertenhilfe  und Psychiatrie (CBP)  ist ein gewähltes Gremium. Er vertritt insbesondere die Interessen von schwerstmehrfach behinderten und psychisch erkrankten Menschen. Dies bezieht sich sowohl auf die Dienste und Einrichtungen wie auf die Vertretung gegenüber der Politik. Der Beirat informiert Angehörige über aktuelle Entwicklungen, die die Menschen mit Behinderung betreffen.

In der Diözese Speyer wird der Beirat unterstützt durch das Fachreferat für Behindertenhilfe und Psychiatrie, beim Caritasverband für die Diözese Speyer. 

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