URL: www.caritas-speyer.de/pressemitteilungen/abschied-und-neuanfang-in-st.-barbara/1802307/
Stand: 30.07.2019

Pressemitteilung

Abschied und Neuanfang in St. Barbara

Blumen für die neue LeiterinEinen Blumenstrauß zur offiziellen Einführung kann die neue Leiterin Karina Titze aus den Händen von Abteilungsleiter Timo Kittler entgegennehmen. Andrea Daum / Caritasverband für die Diözese Speyer

Zu jeder Verabschiedung gehöre auch eine Perspektive, sagte Timo Kittler, Abteilungsleiter Altenhilfe im Caritas-Verband in der Diözese Speyer. Paul Lösch habe mit seiner Arbeit eine Vorlage geliefert, "die es für mich schwierig gemacht hat, die Nachfolge zu finden", zeigte Kittler auf, dass die Messlatte für die Nachfolgeregelung hoch lag. Dass St. Barbara eine Zukunft habe sowie gute Mitarbeiter, wichtige und verlässliche Kooperationspartner, und viele Menschen und Gönner, die für St. Barbara da sind, sei der Verdienst von Paul Lösch.

Eine hat die Hürde genommen: Karina Titze. Zum sechsten Mal wurde die Stelle der Einrichtungsleitung in St. Barbara besetzt, zum ersten Mal übernimmt eine Frau diese Aufgabe. Zielstrebigkeit sei eine der wichtigen und herausragenden Eigenschaften, die Karina Titze mitbringe, stellte Kittler fest. Als Saarländerin habe sie zudem viele Kontakte in der Region, auch dieser Punkt spreche für sie, so Kittler.

Karina Titze hatte zunächst eine Ausbildung zur Krankenschwester absolviert. Es folgten unter anderem die Fortbildung im Bereich Gruppenleitung, ein Fernkurs zur Heilpädagogin und der Studiengang Pflegemanagement. Sie begann bei der Caritas im Jahr 2002 im Caritas-Förderzentrum Paul Josef Nardini in Zweibrücken, arbeitete danach als Gruppenleiterin in Landstuhl und kehrte anschließend wieder nach Zweibrücken zurück, wo sie in der Bereichsleitung tätig war. 2018 wollte sie noch einmal etwas Neues beginnen, wechselte nach Landau ins Caritas-Förderzentrum St. Laurentius und Paulus, übernahm dort die Verantwortung für 200 Personen. "Genau diese Zielstrebigkeit war einer der Ausschläge, Karina Titze für die Einrichtungsleitung hier auszuwählen", unterstrich Kittler.

Ein bisschen aufgeregt sei sie, bekannte Karina Titze bei ihrem Amtsantritt. Aber im Grunde seien es immer die Verbindungen zu den Menschen, die dem Leben seinen Wert geben, sagte sie. Die 50-Jährige, die in ihrer Freizeit gerne campen geht, stellte fest, dass im Haus eine gute Atmosphäre herrscht:  "Hier wird gut mit Menschen umgegangen". Die Einrichtung sei fest im Sozialraum verankert. "Das Haus wurde gut geleitet und das wird es auch weiterhin", lobte Titze und gab damit zugleich ein Versprechen. 

Baulich steht unter anderem die Renovierung der Küche an und es gibt ein neues Lichtkonzept im Haus. Regelbare Lampen, die den Verlauf des Tageslichts simulieren können, sollen das Wohlbefinden der Menschen in St. Barbara erhöhen. Eine innovative Maßnahme, ein zukunftsweisendes Thema, sagte Titze. 

Verabschiedung vom bisherigen Leiter Herrn LöschPaul Lösch (rechts) wird als Einrichtungsleiter von St. Barbara von Domkapitular Karl-Ludwig Hundemer in den wohlverdienten Ruhestand in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.Andrea Daum / Caritasverband für die Diözese Speyer

Das Haus in jeder Hinsicht auf diesen guten Stand zu bringen, war die Aufgabe gewesen, die Paul Lösch 2012 übernommen hatte. Löschs Motor und Antrieb sei es immer gewesen, christliche Nächstenliebe zu leben und weiterzugeben, sagte der Vorsitzende des Caritasverbandes in der Diözese Speyer, Domkapitular Karl-Ludwig Hundemer, bei Löschs Verabschiedung. Beide kennen sich seit 55 Jahren, seit der Schulzeit in den 1960er-Jahren in Speyer, erzählten Hundemer und Lösch. Gemeinsam lernten sie Griechisch und Latein im damaligen Königlich bayerischen Gymnasium. 

Das Berufsleben führte sie schließlich wieder zusammen. Gelassenheit und Ruhe ausstrahlen, auch in turbulenten Zeiten, dafür habe Lösch gestanden. Eigenschaften, die ihm bei einem Hobby, das er früher aktiv ausübte, halfen, dem Gleitschirmfliegen. "Da bläst einem beim Start auch der Wind ins Gesicht", zog Hundemer Parallelen. Wandern, Gartenarbeit, im Chor den Bass singen, sind Hobbies, die Lösch schätzt. Und beim Wandern auch mal ein einen Weizenradler sauer trinken, bekannte Lösch schmunzelnd, der im Ruhestand wandernd den Apennin genauer erkunden will und lernen möchte, Saxofon zu spielen. 

Am 1. Januar 1993 war Lösch als Heimleiter im damaligen Haus Caritas-Altenzentrum St. Nikolaus in Landstuhl beim Caritasverband tätig geworden. In unmittelbarer Nachbarschaft verbringt er jetzt seinen Ruhestand. Es folgten Weiterbildungen im betriebswirtschaftlichen Bereich, im sozialen Bereich und die Assessorenausbildung business excellent. 2006 übernahm er zusätzlich die Beratungsfunktion mit Entscheidungskompetenz im Altenzentrum in Bickweiler,  2008 die kommissarische Leitung in Blieskastel.

Im April 2012 wurde er zunächst kommissarisch Einrichtungsleiter von St. Barbara in St. Ingbert. Aus kommissarisch wurde dauerhaft. Immer habe er den Menschen in den Einrichtungen eine große Sicherheit vermittelt und dafür gebühre ihm ein großes Dankeschön, sagte Hundemer.

Lösch nutzte die Gelegenheit, um sich bei vielen Wegbegleitern zu bedanken und zu verabschieden. St. Barbara erinnerte er, "habe ich in schwierigen Zeiten übernommen", erinnerte Lösch. Es musste aufgebaut werden, sagte Lösch mit Blick auf diese herausfordernde und zugleich befriedigende Station seiner beruflichen Laufbahn. Jetzt gehöre St. Barbara laut einer Umfrage zu den sieben besten Altenpflegeinrichtungen im Saarland, freute er sich. 

Text und Fotos: Andrea Daum für den Caritasverband für die Diözese Speyer



Copyright: © caritas  2020