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Stand: 02.02.2015

Pressemitteilung

Appartementhaus mit modernem Konzept

Vor dem modernen Eingang des neuen Gebäudes stehen Sabine Busch, Bereichsleiterin Wohnen in St. Johannes, und Gesamtleiter Michael Röser am Eingang zum Neubau des Caritas-Förderzentrum St. Johannes unBaustellenbesuch: (von links) Sabine Busch, Bereichsleiterin Wohnen in St. Johannes, und Gesamtleiter Michael Röser am Eingang zum Neubau des Caritas-Förderzentrum St. Johannes und St. Michael. Brigitte Deiters / Caritasverband für die Diözese Speyer

Der Umzugstermin steht fest: Von Montag, 20. bis Donnerstag, 23. August, werden die Bewohner zweier Einrichtungen künftig an einem Standort wohnen. Dabei geht es um das Caritas-Förderzentrum St. Michael, der Caritas-Einrichtung für an MS erkrankte Menschen, und St. Johannes, dem Caritas-Förderzentrum für Menschen mit psychischen Erkrankungen. Die Bewohner werden bei dem mehrtägigen Umzug den Neubau an der Kaiser-Wilhelm-Straße beziehen.

Gemeinsam mit Sabine Busch, der Bereichsleiterin Wohnen in St. Johannes, hat Gesamtleiter Michael Röser den Rohbau besucht und sich über den Stand der Bauarbeiten informiert. Das Ergebnis ist im Wesentlichen zufriedenstellend. Von außen sieht man nur noch an den Bauzäunen, dass hier noch gebaut wird. Im Erdgeschoss ist die Küche für die Gesamteinrichtung eingebaut. An sie schließt sich die große Caféteria an, die dank verschiebbarer Wände noch größer werden kann: Maximal können hier rund 100 Leute zusammen kommen. "Hier bekommen die Bewohner ihr Frühstück, Mittag- und Abendessen", erläutert Röser.  Auch Veranstaltungen können hier stattfinden.

Auch die 44 Einzelappartements, die sich in den Stockwerken darüber auf insgesamt acht Einheiten verteilen, haben jeweils eine kleine Küche. "Unsere Bewohner sollen einen möglichst realistischen Bezug zum Alltag, zum ‚normalen Leben‘ haben", betont Röser. Deshalb legt er auch Wert darauf, dass hier ein Appartementhaus entstanden ist, kein "Behindertenwohnheim." Die Zimmer sind im Durchschnitt 23 Quadratmeter groß und haben als Grundausstattung Bett, Schrank, Kommode, Tisch und zwei Stühle. Darüber hinaus können sich die Bewohner ihr Reich nach eigenen Vorstellungen gestalten.

Der Neubau ist so gut wie vollendet. Noch sind Bauzäune, Materialien und Bauarbeiter auf der Baustelle zu sehen. Die Bauarbeiten sind in Kürze abgeschlossen: In der zweiten Augusthälfte können die Bewohner in den neuen Gebäudekomplex in der Kaiser-Wilhelm-Straße einziehen. Brigitte Deiters / Caritasverband für die Diözese Speyer

Auf die acht Wohneinheiten sind insgesamt zwei große Gemeinschaftsräume, so genannte Wohnzimmer, sowie sechs Büros für die rund 25 Mitarbeiter des Bereichs Wohnen verteilt. In den oberen Stockwerken befinden sich weitere Büros für die Mitarbeiter der Gesamteinrichtung sowie im Dachgeschoss zwei Konferenzsäle. "Am besten gefällt mir, dass alles so hell ist", freut sich Michael Röser. Darüber hinaus ist der Neubau nach den modernsten energetischen Standards errichtet, die Bewohner öffnen die zentrale Eingangstür und die Tür zu ihrem Appartement mit einem Chip. Über eine moderne Klingelanlage können Besucher das Haus betreten.

Durch die Hofeinfahrt gelangt man zum zweiten Bau der Einrichtung. Im Erdgeschoss wird künftig die Tagesstätte von St. Johannes untergebracht sein. Endlich ist genügend Platz für die vielen tagesstrukturierenden Maßnahmen vorhanden, die die Einrichtung den rund 70 Besuchern anbietet, wie Sport und Bewegung, eine Tüftlerwerkstatt, Ergotherapie, eine Trainingsküche, das Atelier für künstlerische Betätigung oder der PC-Raum.

In den oberen Etagen befinden sich die 20 Zimmer für MS-Erkrankte, die aus St. Michael kommen, die bisher in einem Gebäude in der Wredestraße untergebracht waren. Auf beiden Etagen gibt es einen zentralen Begegnungsbereich, in dem die Bewohner kochen und gemeinsam essen sowie sich zu anderen Aktivitäten treffen können. Hinzu kommt eine große Terrasse. Wichtige Einrichtungen in den Zimmern erleichtern das Leben der Bewohner und die Arbeit der Mitarbeiter: Etwa ein Deckenliftersystem, das jeden Teil der Bewohnerzimmer erreicht, oder ein spezielles Türöffnungssystem, das auf minimalsten Druck reagiert und es erlaubt, auch mit schwindender Muskelkraft die Tür selbstständig zu öffnen.

Vor dem bereits bestehenden Gebäude für dezentrales Wohnen, an das sich der Neubau anschließt, soll noch eine große Terrasse für die Bewohner und Besucher von St. Johannes entstehen. Auch im Gebäude mit den dezentralen Wohnungen werden die Fenster noch ausgetauscht und die Fassade neu gestrichen.

"Die Kollegen freuen sich auf den Umzug in dieses neue Haus", sagt Bereichsleiterin Sabine Busch. Manche auch deshalb, weil sie wieder zentral  in der Innenstadt sind und nicht in der Ruhe und "Abgeschiedenheit" von Friesenheim. Auf jeden Fall finden sie ansprechende Arbeitsplätze vor und die Bewohner und Tagesstättenbesucher ein modernes Konzept zu ihrer persönlichen Unterstützung.

Text und Bilder: Brigitte Deiters für den Caritasverband für die Diözese Speyer

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