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Stand: 02.04.2019

Pressemitteilung

„Aufregend, aber auch anstrengend“

Bewohner Stefan Bechstein zieht einFreut sich über sein neues Domizil: Stefan Bechstein ist im Neubau des Caritas-Förderzentrums St. Johannes und St. Michael angekommen. Brigitte Deiters / Caritasverband Speyer

Es war ein Tag, an dem Bewohner und Mitarbeiter um die Wette strahlten: 20 Bewohner von St. Michael, der Einrichtung für Menschen, die an MS erkrankt sind, konnten endlich ihr neues Zuhause beziehen: Der Neubau des Caritas-Förderzentrums St. Johannes und St. Michael in der Kaiser-Wilhelm-Straße in Ludwigshafen ist nach einem Jahr Verzögerung nun bezugsfertig. Keime im Wasser hatten die Verantwortlichen ein Jahr lang beschäftigt, doch dieses Problem ist nun behoben.

Alle Bewohner von St. Michael wurden am Montag in ihrem Rollstuhl von der alten Einrichtung in den Neubau gebracht. Dort warteten in den Zimmern Umzugskartons und Taschen, die so gepackt waren, dass die ersten zwei Tage "ein Überleben gesichert ist", wie Elisabeth Grimberg, Bereichsleiterin von St. Michael, lachend erzählte. "Erst mal ankommen und dann ganz in Ruhe auspacken", lautete die Lösung für die ersten Tage.

Bewohner Ralf Haberkorn zieht einNoch türmen sich die Umzugskartons: Ralf Haberkorn in seinem neuen Zimmer im Neubau das Caritas-Förderzentrums St. Johannes und St. Michael.Brigitte Deiters / Caritasverband Speyer

"Jetzt sind wir hier", seufzte auch Bewohner Stefan Bechstein und schaute sich zufrieden in seinem neuen Reich um. Hell ist es, und Ausstattungen wie der Deckenlift, durch Knopfdruck zu öffnende Türen  und das große Badezimmer - "Da können Sie drin tanzen!" -  machen Bewohnern und Mitarbeitern das Leben leichter.

"Ein bisschen aufregend und ein bisschen anstrengend", so charakterisierte Bewohner Ralf Haberkorn den Umzugstag. Er hat sich gleich im Gebäude umgeschaut, um seine Wege zu finden: "zur Ergotherapie und so." Was alles in seinen Kisten steckt, weiß er gar nicht mehr so genau - "Kleider, Lampen, CDs und Videos", schätzt er.

Auch Gesamtleiter Michael Röser war am ersten Umzugstag zufrieden. Zwei weitere Umzugstage werden folgen. Am Dienstag zunächst Einrichtungsgegenstände, Akten und sonstige Dinge aus St. Johannes, am Mittwoch ziehen die 40 Bewohner der Einrichtung für Menschen mit psychischen und neurologischen Erkrankungen um. Und am Donnerstag sollte bereits die Tagesstätte für die 64 Besucherinnen und Besucher wieder regulär in Betrieb sein.

Über die Probleme wegen der fast einjährigen Verzögerung möchte er gar nicht mehr viel sprechen. Er blickt nach vorne und gewinnt der Zeit sogar etwas Gutes ab: "Das war auch ein Puffer, in dem wir Kleinigkeiten noch korrigieren konnten. Und während vor einem Jahr draußen noch Bauschutt lag, ist jetzt auch die Außenanlage schön gestaltet", freut er sich über noch mehr Lebensqualität für Bewohner und Mitarbeiter.

Elisabeth Grimberg ist zuversichtlich, dass jetzt auch die neue Konzeption für St. Michael richtig greifen kann. "Es ist herrlich hier", sagt sie ganz entspannt. "Im vergangenen Jahr haben wir viel improvisiert, aber jetzt können wir unser Ziel der ausgebauten pädagogischen Assistenz für unsere Bewohner umsetzen." Sie ist hoch zufrieden über die moderne Technik, die allen den Alltag erleichtert, weil sie den Bedürfnissen der Bewohner entspricht. Auch die neue Zusammenstellung der Wohngruppen macht sie froh: Die Bewohner können jetzt entweder im großen Gemeinschaftsraum im Zentrum ihrer Wohngruppe essen oder die gemeinsam genutzte Cafeteria besuchen.

Und für die Bewohner von St. Johannes gilt: Sie leben jetzt wieder im Zentrum der Stadt und haben kürzere Wege. Insgesamt ist für alle Bewohner und Besucher der Gesamteinrichtung viel mehr Partizipation im Alltag möglich, betont Michael Röser. Das beginnt beispielsweise am Empfangstresen, wo Bewohner von St. Michael Dienst tun, und geht weiter über Tätigkeiten für Besucher der Tagesstätte, die verstärkt in den Ablauf eingebunden werden können.

Text und Fotos: Brigitte Deiters für den Caritasverband für die Diözese Speyer

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