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Stand: 30.07.2019

Pressemitteilung

Das Caritas-Altenzentrum Maria Rosenberg plant Umzug nach Landstuhl im 1. Quartal 2020

Rosa Gebäude von außen mit Rosenbeet

Hauptgrund sind ein erheblicher Instandhaltung- und Sanierungsbedarf im ganzen Gebäude, sowie Brandschutzauflagen. Wegen des Brandschutzes wurde die Betriebserlaubnis für den Altenheimbetrieb durch die Kreisverwaltung Südwestpfalz immer wieder vor Ort besprochen und unter Auflagen verlängert. Über das Jahresende 2019 hinaus kann jedoch keine Betriebserlaubnis mehr ohne umfassende Maßnahmen im Brandschutz erteilt werden.

"Die 77 Bewohner des Altenzentrums Maria Rosenberg bekommen einen Heimplatz im Neubau des Caritas-Altenzentrums St. Nikolaus in Landstuhl angeboten", erklärt der Geschäftsführer der Caritas Betriebsträgergesellschaft Speyer CBS, Vinzenz du Bellier. "Sollte eine regionalere Lösung bevorzugt werden, wird versucht, eine Alternative im Caritas-Altenzentrum St. Anton in Pirmasens oder im Caritas-Altenzentrum St. Hedwig in Kaiserslautern anzubieten." Falls dies nicht gewünscht werde, erhalten Bewohner und deren Angehörige Unterstützung bei der Suche nach einem neuen Heimplatz, auch bei anderen Trägern.

"Unsere Mitarbeiter sind uns sehr wichtig und wir wollen sie gerne bei uns behalten. Wenn sie den Umzug nach Landstuhl nicht mitmachen können oder wollen, werden wir deshalb, sollten sie dies wünschen, mit ihnen gemeinsam nach einem alternativen Arbeitsplatz in unserem Unternehmen suchen", so der CBS-Geschäftsführer. Erhöhte Fahrtkosten an den Arbeitsplatz würden selbstverständlich erstattet.

"Wir wissen um die individuellen Härten, die das mit sich bringt, und das tut uns als Caritas, die wir immer nah an den Bedürfnissen und Wünschen unserer Kunden und Mitarbeiter sind, auch weh", erklärt du Bellier. "Aber wir müssen manchmal solche Entscheidungen treffen, um unsere Gebäude sicher und funktionsfähig nach aktuellen Standards zu machen."

In der mittlerweile 25 Jahre alten Immobilie auf dem Rosenberg bestehe ein Instandhaltungsstau und Sanierungsbedarf in erheblichem Umfang. Das betreffe Bodenbeläge, Fassadendämmung, Heizungsanlage, Bewohnerbäder und Sanitäranlagen, die Beleuchtung der Flure und ähnliches. Auch der bauliche Brandschutz sei mangelhaft und müsse dringend hergestellt werden, so der Geschäftsführer. Das hätten externe Prüfungen ergeben "Es fehlen Fluchtwege, insbesondere zusätzliche Treppenhäuser. Auch wurden Mängel an den Brandschutzklappen festgestellt. Das Gebäude besitzt auch keine flächendeckende Brandmeldeanlage mit Rauchmeldern und Aufschaltung bei der Feuerwehr. Die Gesamtkosten dafür belaufen sich auf rund zwei Millionen Euro", erläutert du Bellier. "Aufgrund der Brandschutzsituation wurde die Betriebserlaubnis des Gebäudes mehrfach unter Auflagen verlängert, zuletzt bis zum 31. Dezember diesen Jahres. Im Gegenzug musste die Intensivierung des organisatorischen Brandschutzes nachgewiesen werden." Es brauche aber eine dauerhafte Lösung.

Aufgrund der notwendig hohen Sanierungskosten und Investition in den Brand-schutz und der darüber hinaus festgestellten Mängel sei die Wirtschaftlichkeit der Einrichtung für die nächsten Jahre neu zu bewerten. Daher werde die Immobilie auf dem Rosenberg umfänglich überprüft, um eine Kalkulationsgrundlage für einen Weiterbetrieb der Einrichtung zu erarbeiten. Der Geschäftsführer erläutert: "Da eine mögliche Gesamtsanierung der Einrichtung nur mit Stilllegung von Bewohnerbereichen möglich erscheint, wurde folgender Lösungsansatz gefunden: Die zurzeit noch im Bau befindliche Einrichtung in Landstuhl, mit einer ausreichenden Bewohnerkapazität, wird voraussichtlich Ende Februar 2020 fertiggestellt und kann somit den Betrieb aufnehmen." Die Einrichtung in Landstuhl liegt rund 25 Kilometer von Waldfischbach-Burgalben entfernt. Mit den zuständigen Behörden werde man über eine Verlängerung der befristeten Betriebserlaubnis bis 31. März 2020 sprechen, erklärt du Bellier. "Wir bieten alle Bewohnern den Umzug nach Landstuhl an. Und wir bieten allen Mitarbeitern an, ihre Tätigkeit am Standort Landstuhl, gemäß ihres laufenden Arbeitsvertrages, weiterzuführen."

"Wir wissen, dass das für unsere Bewohner und deren Angehörige eine schwierige Situation darstellt", so du Bellier. Deshalb versuche die Caritas immer, für Bewohner, Angehörige und Mitarbeiter die bestmögliche Lösung zu finden, um den Umzug in ein neues Gebäude so erträglich wie möglich zu gestalten. "Wir werden den Angehörigen unserer Bewohner in Waldfischbach-Burgalben, falls sie nicht mobil sind, zum Beispiel einen wöchentlichen Shuttle anbieten, um ihnen den Besuch ihrer Familienmitglieder auch in Landstuhl zu ermöglichen", so du Bellier.

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