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Stand: 02.02.2015

Pressemitteilung

Kostbar wie eine Perle ist meine Mama

68_Erstkommunion in LauPauDie Schüler des Caritas-Förderzentrums St. Laurentius und Paulus im Alter von 9 bis 14 Jahren besuchten ihren Erstkommunionunterricht bei Simone Helm und Elisabeth Walz. Pfarrer Arno Vogt (links) begleitete die Vorbereitung auf den großen Tag. Simone Helm für den Caritasverband für die Diözese Speyer

"Wir gehen Perlen fischen."  Ausgestattet mit einem großen leeren Netz machten sich fünf Schüler und zwei Lehrer der St. Laurentiusschule Herxheim, der Schule mit dem Förderschwerpunkt ganzheitliche Entwicklung, im November 2017 auf den Weg, um kostbare Perlen zu finden. Mit dem Evangelium des reichen Kaufmanns, der alles verkaufte, was er besaß, um das Wichtigste zu bekommen das er kannte - eine wunderschöne kostbare Perle - begann im November 2017 die Vorbereitung. Die Kinder im Alter von 9 bis 14 Jahren besuchten ihren Erstkommunionunterricht bei Simone Helm und Elisabeth Walz.

Für den Kaufmann war die Perle das Wichtigste in seinem Leben. "Was ist denn für dich wirklich wichtig?" Über diese Frage haben sich Kommunionkinder und Lehrer viele Gedanken gemacht: Vielleicht sind es besondere Sachen? Vielleicht sind es besondere Ereignisse? Vielleicht sind es besondere Menschen? "Kostbar wie eine Perle ist meine Freundin", sagte Julian damals. "Kostbar wie eine Perle ist, wenn ich am Wochenende nach Hause fahre zu meinem Papa", meinte Hendrik. "Kostbar wie eine Perle ist ein Geschenk, das ich von meiner Freundin bekommen habe", sagte Vincent und Max und Dominik äußerten: "Kostbar wie eine Perle ist meine Mama".
Jedes Kommunionkind half mit, dieses leere Netz zu füllen mit Perlen, die ihnen auf dem Weg zur Erstkommunion begegneten. Nach und nach wurden dazu unterschiedliche Gegenstände eingepackt als Symbol und Erinnerung an die Themen der Kommunionvorbereitung. So füllte sich das Netz mit Symbolen, wie einem Spiegel, denn "Mich gibt es nur einmal auf der ganzen Welt", einer Decke, denn "Du wirst getragen von den Menschen und von Gott" und einem Tisch, denn "Du bist eingeladen von Jesus" und vielem mehr.
Ein besonderer Höhepunkt war der Besuch des Pfarrers von Herxheim, Arno Vogt, der die Vorbereitung begleitete. Schnell entstand ein guter Kontakt zwischen Pfarrer Vogt und den Kindern und alle hatten viel Spaß dabei, das Thema "Das letzte Abendmahl" gemeinsam zu erleben und nachzuspielen. So konnten Erwachsene und Kinder gemeinsam Brot und Traubensaft genießen. Auch der Pfarrer konnte sich dabei einmal zurücklehnen und von den Kommunionkindern das Brot empfangen mit den Worten: "Wenn du dieses Brot isst, dann denk an mich."
Am Sonntag, 29. April, 10 Uhr, war es dann soweit. Im Rahmen eines Gemeindegottesdienstes durften die Kommunionkinder in der Kirche Maria Himmelfahrt in Herxheim von Pfarrer Vogt ihre letzte "Perle", das Heilige Brot, empfangen und symbolisch in ihrem Netz verstauen. Begleitet von der Musikgruppe der Schule stellten die Kommunionkinder im Gottesdienst selbst ihre gesammelten Perlen vor.

Die Angehörigen und auch viele andere Gottesdienstbesucher waren von der Feier sichtlich berührt: "Der Gottesdienst war einfach, klar und persönlich. Das hat mich sehr angesprochen und bot auch für mich als Erwachsenen genug Inhalt zum Nachdenken", äußerte eine Besucherin des Gottesdienstes. Vor allem die jüngeren Besucher zeigten sich begeistert: "Es war toll. Es ist viel passiert, es gab schöne Musik und man konnte auch noch etwas mitmachen. So könnte das immer sein!"
Ein rundum gelungener Gottesdienst, was auch die strahlenden Gesichter der Erstkommunionkinder zeigten, die mit ihren Eltern die Kirche verließen.

Text und Foto: Simone Helm für den Caritasverband für die Diözese Speyer

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