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Stand: 17.09.2018

Pressemitteilung

Neues Psychose-Seminar beginnt

Aus Puzzleteilen entsteht ein Bild.Fotolia

Am Donnerstag, 10. Januar 2019, startet wieder das Ludwigshafener Psychose-Seminar. Der Januartermin ist neu, denn bisher fand die Veranstaltung nicht in den Wintermonaten statt. "Wir sind sicher, dass der Bedarf an Durchgängigkeit da ist", sagt Michael Röser, Gesamtleiter des Caritas-Förderzentrums St. Johannes und St. Michael mit Max-Hochrein-Haus. Die Einrichtung organisiert das Psychose-Seminar gemeinsam mit dem SKFM Betreuungsverein und der Koordinierungsstelle für Psychiatrie der Stadt Ludwigshafen. Es geht um psychische Erkrankungen, das Wissen darüber und das Leben damit.

Im vergangenen Jahr kamen zu den neun Terminen im Max-Hochrein-Haus insgesamt 116 Teilnehmer. "Wir haben kein Stammpublikum, sondern immer wieder neue Interessierte", erzählt Röser. Einige Besucher kommen wiederholt, aber nicht regelmäßig, andere nur einmal, wie etwa ein Ehepaar aus Süddeutschland, das per Zufall über das Psychose-Seminar "gestolpert" ist, die Gelegenheit nutzte und sich seine Sorgen um den Sohn endlich von der Seele reden konnte. Dafür nahmen die beiden wertvolle Einsichten mit nach Hause.

"Das Seminar lebt vom Miteinander", erklärt Röser. Wobei das Wort "Seminar" oft missverstanden wird - es geht nicht darum, dass ein Experte Wissen vermittelt. Sondern alle Teilnehmer sind aus ihrer eigenen Situation heraus "Experten" - als selbst Erkrankte, als Familienangehörige oder Freunde, als Fachkräfte aus unterschiedlichen Professionen. "Trialog auf Augenhöhe" ist der Fachausdruck dafür, dass jeder seine Sichtweise einbringen und die Anderen davon profitieren können.

"Die Themenvielfalt hängt von den Teilnehmern ab", so Röser weiter. "Sie kommen, und man schaut, was passiert." Häufig bringen die Teilnehmer ihre Themen mit: Der Mann, der Angst davor hat, wenn seine Frau aus der psychiatrischen Klinik entlassen wird; die Frau, die aus Angst vor Nebenwirkungen ihre Medikamente nicht nimmt; die Mutter, die wissen möchte, ob es ein Frühwarnsystem dafür gibt, dass der Sohn wieder eine Depression bekommen wird. Sie alle tauschen sich "auf Augenhöhe" aus: Die Teilnehmenden erzählen von dem, was sie gerade beschäftigt. Manchmal bereiten auch die Moderatoren einen Input vor; und neu in diesem Jahr: Hin und wieder soll ein Gast eingeladen werden.

Moderiert wird das Psychose-Seminar abwechselnd von Martin Schoeneberger vom SKFM Betreuungsverein, Christina Häfner vom Caritas-Förderzentrum St. Johannes und St. Michael oder von Ton-Vinh Trinh-Do vom Max-Hochrein-Haus.

Info

Die Termine in diesem Jahr sind 14.02., 14.03., 11.04., 09.05., 13.06., 11.07., 08.08., 12.09., 10.10., 14.11. sowie 12.12. - jeweils donnerstags in der Zeit von 18 bis 20 Uhr im Max-Hochrein-Haus, Saarbrücker Straße 7. Ludwigshafen-Friesenheim.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, die Teilnahme ist kostenlos.

Text: Brigitte Deiters für den Caritasverband für die Diözese Speyer / Foto: Fotolia

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