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Stand: 02.04.2019

Pressemitteilung

Viele fleißige Hände stricken für einen guten Zweck

Spendenübergabe in St. Christophorus: Susanne und Heidi Kowalski (von links) brachten Mützen, Schals und Strümpfe mit - die Bewohner und Einrichtungsleiter Peter Lehmann (rechts) freuten sich. Spendenübergabe in St. Christophorus: Susanne und Heidi Kowalski (von links) brachten Mützen, Schals und Strümpfe mit - die Bewohner und Einrichtungsleiter Peter Lehmann (rechts) freuten sich. Günter Kries / Caritasverband Speyer

"Ja, ist denn schon Weihnachten?", mag sich der eine oder andere Bewohner des Caritas-Förderzentrum St. Christophorus in Kaiserslautern gedacht haben, der am vergangenen Donnerstag (15. November) den Speisesaal zum Nachmittagskaffee aufsuchte. Und auch Einrichtungsleiter Peter Lehmann staunte nicht schlecht, als er sah, was sich seinen Augen bot: 14 Wäschekörbe und drei große Tragetaschen, prall gefüllt mit Schals, Mützen und Strümpfe, alle aus Wolle gestrickt, standen auf und vor einem großen Tisch. Mitgebracht hatten die wärmenden Kleidungsstücke Heidi Kowalski und ihre Tochter Susanne, Inhaberinnen des Geschäfts "Wolle und Handarbeiten" in der Eisenbahnstraße in Kaiserslautern.

Die Idee zu dieser ungewöhnlichen Aktion hatte Susanne Kowalski. Sie habe sich im Winter immer Gedanken gemacht, wenn sie in der Fußgängerzone obdachlose Menschen begegnet sei, und überlegt, wie man ihnen helfen könnte. Das habe den Anstoß für die Aktion gegeben.

Doch nicht nur Mutter und Tochter hatten in den Strickkorb gegriffen und ließen die Nadeln glühen. Über hundert Kundinnen folgten der Einladung der Geschäftsinhaberinnen "Ran an die Nadeln" zum Charity-Stricken, dem "Stricken für einen guten Zweck". Das Material - Wolle und Stricknadeln -  wurden vom Geschäft kostenlos zur Verfügung gestellt. Wer nicht gerade an den einmal in der Woche stattfindenden Stricknachmittag teilnehmen konnte oder wollte, strickte eben zu Hause. Alle Altersstufen waren vertreten und nahmen die Nadeln in die Hand, wobei die jüngste Teilnehmerin gerade einmal zwölf Jahre alt war. Da sie mit Stricknadeln nicht so recht umgehen konnte, häkelte sie fünf Mützen.

Insgesamt wurden 1000 Wollknäuel mit jeweils 100 Meter Länge verstrickt, was eine Gesamtlänge von 100 Kilometern ergibt. 551 Teile wurden angefertigt. Davon 160 Kombinationen Mütze und Schal, 170 Einzelschals, der Rest Mützen und Strümpfe. Überwältigt waren die Kowalskis von der Dankbarkeit der Bewohner beim Verteilen der Spenden, denen teilweise die Tränen in den Augen standen. Selbst das Fernsehen und die örtliche Presse ließen es sich nicht nehmen, diese ungewöhnliche Aktion, rechtzeitig vor Einbruch des bevorstehenden Winters festzuhalten.

Ein großes Dankeschön an die Initiatoren und fleißigen Handarbeiterinnen kam auch von Einrichtungsleiter Peter Lehmann. Als kleine Aufmerksamkeit überreichte er Heidi und Susanne Kowalski jeweils  einen Blumenstrauß, zusammen mit einer Holzarbeit, die in der Holzwerkstatt angefertigt wurde, die zum Förderzentrum gehört. Ein Teil der gespendeten Wollsachen wird weiter gereicht an das Marienheim in Kaiserslautern und an das Wohn- und Arbeitsprojekt auf dem Wilensteiner Hof - beides Außenstellen des Caritas-Förderzentrums.

Text und Bilder: Günter Kries für den Caritasverband für die Diözese Speyer

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