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Stand: 17.09.2018

Pressemitteilung

Viele Wünsche können erfüllt werden

Die Kleiderkammer von St. Martin ist gut gefüllt.Die Kleiderkammer in St. Martin ist gut gefüllt. Aber manchmal brauchen die Männer auch etwas Neues.Brigitte Deiters / Caritasverband Speyer

Geld- und Sachspenden erhält das Caritas-Förderzentrum St. Martin immer mal wieder. Einrichtungsleiter Stefan Syren findet das "toll": "Es zeigt, dass die Männer und Frauen, für die wir da sind, nicht mehr nur als Randgruppe und Außenseiter betrachtet werden." Syren freut sich über jeden Betrag, weil er weiß: "Mancher, der uns zehn Euro spendet, merkt das selbst im eigenen Geldbeutel."

Jetzt aber ist eine Summe eingegangen, die weit darüber liegt. Werner und Ingrid Deuschel aus Rheingönheim haben sich Anfang des Jahres telefonisch in St. Martin gemeldet und angekündigt, sie wollten "an verschiedenen Stellen Gutes tun - auch in St. Martin." Inzwischen sind von Familie Deuschel als Neujahrsspende  5000 Euro eingegangen.

Einzige Bedingung: dass das Geld direkt bei den Menschen ankommt. Für Syren und seine Mitarbeiter ist das eine leicht zu erfüllende Bedingung. Die Möglichkeiten, das Geld einzusetzen, sind vielfältig, erzählt Syren. Eine Liste von Dingen, die dringend gebraucht werden, war denn auch schnell erstellt. Ein Favorit ist für den Einrichtungsleiter ein E-Bike: "Das ist eine besonders gute Idee", betont er. Viele Männer im Haus müssten sich mehr bewegen und möchten das auch, sind aber gesundheitlich so stark eingeschränkt, dass sie nicht mehr Fahrrad fahren können. Und auch Geld für Kleider und Schuhe werde immer gebraucht. "Zwar ist unsere Kleiderkammer, die eigentlich ein Schrank ist, meist gut gefüllt. Aber die Männer möchten manchmal auch was Neues oder auch etwas Besonderes, oder ein Paar Schuhe - das hat mit Würde zu tun", sagt er. 

Nicht finanzierbar sind häufig auch Freizeitaktivitäten wie Kino, der Besuch einer Sportveranstaltung oder eine Straßenbahnfahrt zu einem bestimmten Ziel. "Es ist wichtig, dass die Männer auch mal andere soziale Kontakte haben und was Anderes sehen", erklärt Stefan Syren. Und so weiß er, dass das Geld, das die Deuschels selbst eine "Neujahrsspende" nennen, eine gute Verwendung finden wird.

Text und Bild: Brigitte Deiters für den Caritasverband für die Diözese Speyer

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