URL: www.caritas-speyer.de/pressemitteilungen/wandern-ist-eine-taetigkeit-der-beine--und-ein-zus/1776982/
Stand: 30.07.2019

Pressemitteilung

"Wandern ist eine Tätigkeit der Beine – und ein Zustand der Seele.“

Auch in diesem Jahr fanden Ende August die Wanderexerzitien unter Leitung von Franz Rinck statt. Von Mittwoch bis Sonntag haben 12 Teilnehmer*innen, überwiegend Mitarbeiter*innen aus der Zentrale des Caritasverbandes und ihrer Einrichtungen, über 100 Kilometer Wandertour hinter sich gebracht.

Wanderexerzitien 2020

 

Wanderexerzitien 2020

Auftakt war der 26. August: an dem Mittwoch fanden sich die Wander*innen um 9 Uhr in der St. Bernhardkirche in Eußerthal ein. Der Organisator begrüßte die Gruppe, es folgte ein erster spiritueller Impuls und anschließend eine Segnung durch Pfarrer Constantin Panu aus Landau.
Symbolisch für die Sorgen der Teilnehmer*innen hatte Rinck für jeden einen kleinen Stein mitgebracht. Diesen haben die Wander*innen am Altar abgelegt um Gedanken und Probleme, die sie aktuell beschäftigen und belasten, für die nächsten Tage hinter sich zu lassen und sich somit "leichten Herzens" auf den Weg begeben zu können. 

 

Wanderexerzitien 2020

Eine erste Rast folgte nach etwa 6 Kilometern in Annweiler. In einer Eisdiele an der Queich wurde beim strahlenden Sonnenschein ein Eis genossen und sich so für den zweiten Teil der Strecke gestärkt. Nach dieser willkommenen Pause ging es weiter hinauf zum Trifels. Die etwa 20 Kilometer lange Tagestour führte vorbei an eindrucksvollen Felsformationen und über die Ruine Neukastell nach Leinsweiler, dem ersten Etappenziel mit anschließender Übernachtung im Hotel Rebmann. In einer urigen Pfälzer Weinstube ließen die Wander*innen den ersten Tag gemütlich ausklingen.  

 

Wanderexerzitien 2020

Tag zwei sollte mit 26 Kilometern der längste und anspruchsvollste Abschnitt der Fünf-Tages-Tour werden. Von Leinsweiler ging es hinauf zur Madenburg, dann hinab ins Tal und wieder hinauf zur Burg Landeck. Von dort führte die Wanderung bei grandiosem Bilderbuch Wetter zwischen Reben und Wald bis nach Bad Bergzabern weiter. Nach einem gemeinsamen Abendessen fand die Übernachtung im Hotel Pension Seeblick statt, wo die Teilnehmer*innen sichtlich erschöpft problemlos in den Schlaf fanden. 

 

Wanderexerzitien 2020

Der Zielpunkt des dritten Tages war nach etwa 16 Kilometern das Weintor in Schweigen, wo der Weinsteig endete und es von dort aus mit dem Bus erneut nach Bad Bergzabern ging. Der Weg führte wieder durch Wald und Reben, wo ein Abschnitt an dunkle Zeiten erinnerte und so zum Nachdenken anregte. Hier begegneten den Wander*innen Zeugnisse des Westwalls und sie durchquerten ein Gelände, das 1945 Schauplatz von Kämpfen war. Die Übernachtung fand, wie bereits Tag davor, im Hotel Seeblick statt.

 

Wanderexerzitien 2020

Am nächsten Morgen brach die Gruppe mit dem Bus nach Schweigen auf. Von dort aus ging es auf dem Pfälzer Waldpfad einige Höhenmeter hinauf in die Weinberge, dann wechselte der Weg in den Wald. Nach dem Portzbachtal ergab sich die Gelegenheit, am Seehof eine Rast einzulegen und die Füße im See zu kühlen. Nach knapp 19 Kilometern erreichte die Gruppe, die mittlerweile um zwei Personen geschrumpft war, das Naturfreundehaus Bethof. Nach einem gemeinsamen Abendessen schlossen die Wander*innen den letzten Abend mit einem spontanen Austausch. Gegenseitig nannten sich die Teilnehmer*innen die positiven und liebenswürdigen Charaktereigenschaften, die sie in den vergangenen Tagen aneinander beobachtet und erfahren hatten. Ein wertschätzender und wertvoller Impuls, der die gute Gruppendynamik nochmals deutlich machte. 

Der letzte Tag führte auf überwiegend gut begehbaren Wegen, vorbei an der Ruine Lindelbrunn und dem Ort Darstein und über einen Felsenaufstieg bis zur Wasgauhütte. Dort trennten sich die Wege, da einige weiter Richtung Hauenstein liefen, während die anderen sich entschieden hatten, noch die Pfälzer Hüttenkultur zu genießen. Nach etwa 17 Kilometern ging die Tour des letzten Tages zu Ende und die erschöpften Wanderer kamen nach und nach am Bahnhof Hauenstein an. Hier endete die gemeinsame Zeit.

Alle Etappen standen stets unter diversen Leitgedanken, die von Franz Rinck vorbereitet und teilweise gemeinsam vorgetragen wurden. Immer wieder gab es Impulse zum Nachdenken und Gelegenheit zum lustigen, aber auch zu einem tiefgründigen Gespräch. Alle Teilnehmer*innen waren sich einig, dass es dem Organisator wieder mal gelungen ist, eine Tour zu organisieren, die sowohl den Geist als auch die Seele noch eine lange Zeit beflügeln wird und das tolle Miteinander nachhallen lässt.  

Text und Fotos: Justine Köhler/Caritasverband für die Diözese Speyer

 

 

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