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Stand: 02.02.2015

Pressemitteilung

„Wunschlos glücklich“, schon in der Mittagspause

Bundesfreiwilligendienstleistende treffen sich zum Caritas-Info-tag

Ein „Caritas-Info-Tag“ für Bundesfreiwilligendienstleistende (BFD´ler) hat am 30. Mai erstmals in der Zentrale des Caritasverbandes Speyer stattgefunden. Er hatte zum Ziel, allen, die über den Caritasverband Speyer ihren Bundesfreiwilligendienst leisten, die Möglichkeit zum Austausch zu bieten. Vor allem aber wollte das Referat für Freiwilligendienste über die Caritas informieren. 64 von knapp 90 BFD´lern im Alter zwischen 16 und 60 Jahren haben das Angebot angenommen. Diese 64 Freiwilligen leisten ihren Dienst sowohl in Einrichtungen in Trägerschaft des Caritasverbandes ab, als auch bei anderen kirchlich-karitativen Trägern. In Zukunft soll zweimal jährlich ein solcher Aktionstag beim Caritasverband stattfinden.

Bundesfreiwilligendienstleistende treffen sich zum Caritas-Info-tag

„Nun bringen wir BFD´ler aus allen Bereichen zusammen. Das war schon lange unser Wunsch“, erklärt Susanne Herbrand vom Referat Freiwilligendienste. Die Zahl der BFD´ler habe in den vergangenen Jahren kontinuierlich zugenommen. „Zurzeit sind es bistumsweit knapp 90 Freiwillige im Alter zwischen 16 und 60 Jahren“, erklärt Herbrand. „Die meisten sind Anfang bis Mitte 20 Jahre alt.“
Nach der Begrüßung durch Caritas-Direktor Vinzenz Du Bellier erfuhren die Teilnehmer in interessanten und kurzweiligen Vorträgen, was sich hinter dem Leitbild der Caritas verbirgt, wofür „Caritas“ steht. Die verschiedenen Einrichtungen des Caritasverbandes der Altenhilfe, Behindertenhilfe, Jugendhilfe und Wohnungslosenhilfe sowie die Beratungszentren und die Zentrale wurden vorgestellt.
Besonders interessant fanden viele der BFD´ler die anschließende Präsentation „Caritas als Arbeitgeber“. Sie erfuhren, welche Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten es im Caritasverband gibt und welche Jobperspektiven sie haben. Viele der BFD´ler möchten nach ihrem freiwilligen Jahr im sozialen Bereich bleiben. „Es war uns wichtig, an diesem Tag nicht nur den Caritasverband und die Arbeit der Caritas darstellen sondern auch auf die Anliegen  Einzelner eingehen zu können“, sagt Nadja Franz, die den Tag zusammen mit ihren Kolleginnen vom Referat Freiwilligendienst, Susanne Herbrand, Anne Benz und Sabine Ihrig, organisiert hat.

Bundesfreiwilligendienstleistende treffen sich zum Caritas-Info-tagPhilipp Lapp und Hassan Mohammad Nazeri absolvieren derzeit einen Bundesfreiwilligendienst – Philipp bei der Heinrich-Kimmle-Stiftung, Hassan beim Caritas-Zentrum Landau. „Der Bezug zu Menschen hat mir in meinem Chemie-Studium gefehlt“, begründet Philipp seine Entscheidung für einen Bundesfreiwilligendienst. Christine Kraus

Diese Informationen über eine berufliche Zukunft im sozialen Bereich fand Philipp Lapp besonders hilfreich. Der 23-jährige aus der Nähe von Zweibrücken leistet seit Anfang des Jahres seinen Bundesfreiwilligendienst in einer Einrichtung der Behindertenhilfe der Heinrich-Kimmle-Stiftung in Pirmasens. Er hat nach dem Abitur zunächst Chemie studiert, sich dann aber entschieden, einen Bundesfreiwilligendienst zu leisten, weil ihm in seinem Studium der Bezug zu Menschen gefehlt hat. „Ich hätte das gleich nach dem Abitur machen sollen“, urteilt er jetzt rückblickend. Nun strebt er ein duales Studium Soziale Arbeit an, könnte sich aber auch ein Psychologiestudium vorstellen. „Dieser Caritas-Tag hat sich gelohnt, ich habe viele Leute kennengelernt, viele Informationen bekommen. Ich bin wunschlos glücklich“, sagt er schon in der Mittagspause.

Bundesfreiwilligendienstleistende treffen sich zum Caritas-Info-tag

Menschen kennenzulernen und ein Netzwerk aufzubauen, das ist und war schon immer auch für Hassan Mohammad Nazeri sehr wichtig. Der 43-jährige hatte bis zu seiner Flucht aus Afghanistan 2013 seine eigene Filmproduktionsfirma „HAFT“ (House of Afghan Film and Theatre) und arbeitete als Dozent an der Universität Kabul. Seinen Bundesfreiwilligendienst absolviert er im Caritas-Zentrum in Landau und ist begeistert davon, dass der dortige Leiter Bruno Kühn ihm die Freiheiten gibt, eigene Ideen zu verwirklichen. So hat er ein Navrooz-Fest, das persische Neujahrfest organisiert. „Leute aus dem Morgenland waren glücklich, es feiern zu können. Leute aus dem Abendland waren glücklich eine neue Kultur kennenzulernen“, erklärt er. Nach dem Bundesfreiwilligendienst möchte er im Filmgeschäft bleiben. „Filmemachen ist auch ein sozialer Beruf, da kann man viel für Menschen machen. Das ist meine Liebe und mein Leben“. Besonders interessant fand er an diesem Vormittag, den Grundgedanken der Caritas erklärt zu bekommen. „Bis jetzt dachte ich immer, Caritas ist eine Abkürzung für etwas, das ich nicht kenne“, erzählt er.

Nach dem Mittagessen brach Lapp mit anderen BFD´lern zu einer Führung durch den Speyerer Dom auf. Nazeri nahm an einem Workshop von youngcaritas teil. Eine weitere Gruppe besuchte das Caritas-Zentrum in Speyer.

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