Caritasverband für die Diözese Speyer
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Quartiersfest fördert Lebensqualität – Caritas-Zentrum und Pfarrei mittendrin
Im Dichterquartier rücken die Menschen dichter zusammen. Das ist das Ziel des Quartiersfest im Süden der Stadt Ludwigshafen. Auch die Pfarrei Hll. Petrus & Paulus, ihr Caritasausschuss und das Caritas-Zentrum Ludwigshafen stellten sich vor und erreichten viele Menschen. Das Dichter-Viertel heißt so, weil die Straßen nach berühmten deutschen Dichtern benannt sind. Etwa 4000 Menschen leben hier zwischen Richard-Dehmel-Straße und Sudermannstraße im Norden und der Stifterstraße im Süden.
Dazu gehören auch die Freiflächen des Sportparks Südwest. Geprägt ist das Quartier vom Geschosswohnungsbau, es leben viele Menschen aus vielen Nationen auf engem Raum. Ende 2019 wurde das Viertel in das Bund-Länder-Förderprogramm „Soziale Stadt“ aufgenommen. Das Programm heißt heute „Sozialer Zusammenhalt“ und das macht deutlicher, worum es geht. Das Viertel ist von sozialen und strukturellen Herausforderungen geprägt.
Seit 2020 gibt es ein Quartiersmanagement. Ziel ist, gemeinsam die Lebensqualität und das Zusammenleben zu verbessern. Dafür setzt sich auch das Caritas-Zentrum ein. Es gibt eine allgemeine Sozialberatung, die Menschen in schwierigen Lebenslagen hilft, Unterstützung zu finden, Anträge zu stellen und Behörden aufzusuchen. Weitere Unterstützung kommt Jugendlichen und jungen Familien zugute. Für Menschen aus anderen Ländern und Kulturen gibt es eine Migrations- und Integrationsberatung. Sich im Viertel zurechtfinden, Spracherwerb und gesellschaftliche Teilhabe sind das Ziel. Damit stellt sich die Caritas explizit gegen soziale Ausgrenzung.
„Unser Kreuz hat keine Haken“ sagt ein Banner am Stand der Caritas. Dort gibt es etwas zu gewinnen: Bei der Tombola zugunsten des Winterhilfe-Mittagessens gewinnt jedes Los. „Unsere Ehrenamtlichen haben es geschafft, viele Sponsoren zu finden, die mit kleinen und größeren Gewinnen etwas für jedes Los gespendet haben“, sagt Claudia Möller-Mahnke, verantwortlich für Gemeindecaritas und Engagement-Förderung im Caritas-Förderzentrum Ludwigshafen. Das Winterhilfe-Mittagessen ist ein Projekt das von der Pfarrei und vom Caritas-Zentrum getragen wird.
Mit am Start ist Gemeindereferentin Simone Hartner von der Pfarrei Heilige St. Petrus und Paulus. Sie besucht oft die Einrichtungen der Caritas in Ludwigshafen, feiert Gottesdienste mit Gästen und Bewohnern der Einrichtungen.
Das Winterhilfe-Mittagessen gibt es seit fünf Jahren. Dabei gibt es nicht nur eine warme Mahlzeit, sondern auch Kontakte und Gespräche. „Es gibt zunehmend Menschen, die arm und einsam sind, für sie sind Begegnungen und ein freundliches Gespräch lebenswichtig“, sagt Möller-Mahnke. Die Ehrenamtlichen der Pfarrei und Frau Hartner haben am Plaudertisch bei Kaffee und Kuchen mit den Gästen gesprochen und ihr pfarreiliches und seelsorgerisches Angebot dargestellt. „Das ist eine Möglichkeit für einen zwanglosen Erstkontakt. Die Menschen können erfahren, was wir anbieten und wo es Beratung und Hilfe von uns gibt“, sagt Möller-Mahnke.
Ein Beispiel für ein Angebot der Caritas, das vielen älteren Menschen Freude macht, ist die „Auszeit für Senioren“, bei der die Gäste zu einem gemeinsamen Ausflug starten. Der Tag beginnt mit einem gemeinsamen Frühstück und endet mit einer Kaffeetafel. Dazwischen gibt es ein Unterhaltungsprogramm und natürlich auch ein Mittagessen. Das Quartiersfest im Dichterviertel findet jedes Jahr Mitte Juni statt. Wie deutlich zu sehen ist, wird das Fest sehr gut angenommen, junge und alte Menschen treffen sich, genießen Leckereien, informieren sich und haben gemeinsam einen schönen Tag.
Text und Fotos: Gereon Hoffmann für den Caritasverband für die Diözese Speyer