Caritasverband für die Diözese Speyer
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Caritas-Zentrum Speyer beteiligt sich an bundesweiten Armutswochen – Ausgabe an Familien und junge Erwachsene an mehreren Standorten – Neue Refill-Station in Speyer
Armut bei jungen Menschen bleibt häufig unsichtbar. Dabei sind Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene überdurchschnittlich oft betroffen. Mit einer konkreten Hilfsaktion beteiligt sich das Caritas-Zentrum Speyer deshalb an den bundesweiten Armutswochen: Familien und junge Erwachsene, die von Armut betroffen oder bedroht sind, erhalten an verschiedenen Standorten des Caritas-Zentrums Brotboxen und Trinkflaschen.
Die Aktion findet im Caritas-Zentrum Speyer und seinen Außenstellen statt am xx um xx Uhr. Beteiligt sind neben dem Standort in Speyer die Angebote der Caritas in der Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende (AfA) Speyer, die Familienbüros in Böhl-Iggelheim und Maxdorf sowie die Außenstelle in Frankenthal.
Mit den wiederverwendbaren Brotboxen und Trinkflaschen möchte die Caritas zum einen ganz praktisch unterstützen. Zugleich machen sie auf ein Problem aufmerksam, das in der öffentlichen Wahrnehmung häufig zu wenig Beachtung findet: die Armut von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen.
Die bundesweiten Armutswochen stehen 2026 unter dem Motto „Junge Armut!? Gemeinsam für Generationengerechtigkeit“. Sie starten am 17. Oktober 2026, dem Internationalen Tag für die Beseitigung der Armut, und enden am 15. November 2026, dem vom Papst ausgerufenen Welttag der Armen. Bundesweit beteiligen sich der Deutsche Caritasverband, der Sozialdienst katholischer Frauen Gesamtverein (SkF) sowie der SKM Bundesverband e. V. (Sozialdienst katholischer Männer mit Aktionen und Veranstaltungen.
Im Mittelpunkt steht in diesem Jahr die Lebenssituation junger Menschen. Denn während jede sechste Person über 65 Jahren armutsgefährdet ist, betrifft dies bei den unter 18-Jährigen jedes fünfte Kind und bei den 18- bis 25-Jährigen sogar jede vierte junge Person. Gerade die Armut junger Menschen bleibt jedoch vielfach verborgen. Eingeschränkte finanzielle Möglichkeiten wirken sich nicht nur auf den täglichen Lebensunterhalt aus, sondern können auch Bildungs- und Teilhabechancen und damit Zukunftsperspektiven beeinträchtigen.
„Mit unserer Aktion möchten wir ganz konkret etwas weitergeben, das Familien und junge Menschen im Alltag gebrauchen können. Gleichzeitig wollen wir darauf aufmerksam machen, dass Armut gerade bei Kindern und jungen Erwachsenen oft nicht auf den ersten Blick erkennbar ist“, erklärt Naomi Amend, Leiterin des Caritas-Zentrums Speyer. „Generationengerechtigkeit bedeutet für uns auch, jungen Menschen unabhängig von den finanziellen Möglichkeiten ihrer Familien Chancen auf Teilhabe und Entwicklung zu eröffnen.“
Trinkwasser kostenlos auffüllen
In Speyer wird die Aktion noch um ein weiteres Angebot ergänzt: Das Caritas-Zentrum hat sich als offizielle Refill-Station registriert. Bei der bundesweiten Initiative Refill können Menschen ihre mitgebrachten Trinkflaschen an teilnehmenden Stationen kostenlos mit Leitungswasser auffüllen lassen.
Das Caritas-Zentrum Speyer wird im Rahmen der Armutswochen außerdem Trinkflaschen an wohnungslose Menschen ausgeben. Diese können die Flaschen anschließend im Caritas-Zentrum kostenlos mit Wasser befüllen lassen. So soll aus der Aktion ein dauerhaft nutzbares, niedrigschwelliges Angebot entstehen.
Die Aktion verbindet damit praktische Unterstützung mit dem Anliegen der Armutswochen: Armut sichtbar zu machen und Menschen nicht aus gesellschaftlicher Teilhabe auszuschließen. Denn Armut ist mehr als ein Mangel an Geld. Sie kann bedeuten, auf Freizeitaktivitäten, Bildungschancen, Mobilität oder alltägliche Dinge verzichten zu müssen, die für andere selbstverständlich sind.
Mit den Armutswochen wollen Caritas, SkF und SKM deshalb die Perspektiven junger Menschen stärker in die öffentliche und politische Diskussion einbringen und für mehr Generationengerechtigkeit werben.
Text: Pressestelle Caritasverband Speyer
Foto: Adobe Stock Maria Sytova