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20. April 2026

„Von der Menschlichkeit schon jetzt begeistert“

Caroline van der Wals ist neue Einrichtungsleiterin im Caritas-Altenzentrum St. Josef
 

Caroline van der Wals beerbt als neue Einrichtungsleiterin Peter Zwing. Zwing hat zum Monatswechsel die Leitung des Caritas-Zentrums Saarpfalz übernommen. Van der Wals ist 31 Jahre alt – „also das gleiche Baujahr wie das Haus hier“, wie sie sagt. Bislang war sie Pflegedienstleiterin im Caritas-Altenzentrum St. Barbara in St. Ingbert. Parallel zu ihrer neuen Position promoviert sie zudem.
 

Für Caritasdirektor Holger Maar ist van der Wals die ideale Besetzung. Maar lobt bei ihrer Einführungsfeier am vergangenen Freitag van der Wals’ transparenten, umsichtigen und dennoch bemerkenswert empathischen Führungsstil. „Sie kennt die Menschen“, macht Maar deutlich. Für den Caritasdirektor ist sicher: Van der Wals wird die Geschicke im Blieskasteler Altenzentrum gut leiten. Zeitgleich bedankte sich Maar beim bisherigen Altenzentrumsleiter Peter Zwing: „Herr Zwing hat hier eine hervorragende Arbeit geleistet und das Heim in einem Spitzenzustand hinterlassen.“
 

Dekan Erik Klein: „Grau sind nur die Haare“
 

Auch für Blieskastels Bürgermeister Bernd Hertzler ist Caroline van der Wals die ideale Wahl. „Ein Seniorenheim ist weitaus mehr als nur ein Haus. Es ist ein Zuhause für Menschen. Und mit Frau van der Wals kommt jemand mit großer fachlicher Kompetenz und viel Erfahrung.“ Hertzler begrüßt van der Wals’ respektvollen Führungsstil, der auf Augenmaß, Offenheit, Ehrlichkeit und Zusammenarbeit setzt. Das Altenzentrum inmitten der Stadt ist fester Bestandteil der Gemeinde. Eine gute Führung sei dabei essenziell.
 

Erik Klein, Dekan und Pfarrer der Pfarrei Blieskastel, wählte bei seiner Ansprache einen etwas philosophischeren Redebeitrag – der allerdings voll ins Schwarze traf. „Grau sind nur die Haare“, zitierte er den Titel von Susanne Fetzers Handbuch für die neue Seniorenarbeit. Fetzer beschreibt in ihrem Buch die Welt der Senioren heute als so bunt und vielfältig wie noch nie zuvor. Die über 16 Millionen Bundesbürger im Alter von 65 plus ließen sich in kein Schema pressen. 
 

„Während aktive und rüstige Senioren die Welt erkunden und in Peking den Spuren der Seidenstraße folgen, finden pflegebedürftige, demente Senioren mitunter nicht mehr den Weg vom Wohnzimmer in die Küche“, bescheibt Klein das Thema des Buchs. In der kirchlichen Seniorenarbeit habe man es mit beiden Gruppen zu tun – und mit allen nur denkbaren Varianten dazwischen. Diesen Spannungsbogen gelte es auszuhalten und auszufüllen. „Deshalb sind neue Wege in der kirchlichen Seniorenarbeit nötig, um Senioren in ihrer Mannigfaltigkeit gerecht zu werden. Das Buch von Susanne Fetzer zeigt die Chancen dieser Entwicklung auf und gibt viele praktische Beispiele für den Umgang mit der neuen Vielfalt“, so Klein. 
 

Klein bezieht das auf seine Erwartungen an Caroline van der Wals: „Die neue Altenzentrumsleiterin steht für mich für eben jenen frischen Wind, für eine zukunftsorientierte Führung eines Altenheims. Mit ihren 31 Jahren hat van der Wals noch keine grauen Haare.“ Für Klein ein gutes Zeichen, dass von ihr noch viele neue Impulse zu erwarten sind.
 

Van der Wals freut sich auf neue Aufgaben
 

„Als ich vor 14 Jahren mein Abitur gemacht habe und dann meine Ausbildung in der Pflege begann, hätte ich niemals gedacht, dass ich je in diese Position komme“, sagt van der Wals. Die 31-Jährige freut sich auf die neuen Aufgaben, die auf sie als Heimleiterin zukommen. Seit zwei Wochen arbeitet sie bereits in Blieskastel. „Und ich bin von der Einrichtung und der Menschlichkeit schon jetzt begeistert“, fügt sie hinzu. Van der Wals macht deutlich, dass ein Altenzentrum für Senioren ein Zuhause ist. „Und ein Zuhause entsteht durch Wärme und Respekt. Es geht um Menschlichkeit, nicht um reine Zahlen. Und zur Führung gehört nicht nur die Organisation, sondern auch die gegenseitige Verantwortung.“
 

Zugleich blickt die neue Heimleiterin auf ihre Zeit in St. Ingbert zurück. Auch dort habe sie ein tolles Team gehabt, mit dem viele Meilensteine erreicht und Herausforderungen gemeistert worden seien. Als Paradebeispiel für Letzteres nennt van der Wals die Corona-Pandemie. „Ein besonderer Dank gilt auch Karina Titze.“ Titze ist Leiterin des Caritas-Altenzentrums St. Barbara. „Sie hat mich motiviert, mich zu bewerben“, sagt van der Wals dankend.
 

Darüber hinaus betont van der Wals, dass sie die erfolgreiche Arbeit ihres Vorgängers fortführen und gleichzeitig eigene Akzente setzen wolle. Ihr Ziel sei es, die Einrichtung gemeinsam mit den Mitarbeitenden weiterzuentwickeln und dabei stets die Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner in den Mittelpunkt zu stellen. Gerade in Zeiten des demografischen Wandels komme Altenzentren eine immer wichtigere Rolle zu. Umso bedeutender sei es, Strukturen zu schaffen, die sowohl den Mitarbeitenden als auch den Bewohnern gerecht werden.
 

von links: Erik Klein, Bernd Hertzler, Caroline van der Wals, Holger Maar und Pater Hieronim Jopek freuten sich gemeinsam über die Begrüßung von Caroline van der Wals als neue Leiterin des Caritas-Altenzentrums St. Josef.