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05. August 2026

Lkw mit Röntgengerät, CT und Labor macht Testbesuch

Diagnostik vor Ort im Caritas-Altenzentrum St. Josef Blieskastel soll Krankenhausaufenthalte vermeiden
 

Am Donnerstag, dem 30. Juli, erlebten die Mitarbeitenden des Caritas-Altenzentrum St. Josef einen wichtigen Meilenstein im Rahmen der DIKOM-Studie: Nach einer fast zweijährigen Vorbereitungszeit fand erstmals ein Testbesuch der Mobilen Geriatrischen Untersuchungseinheit (MGU) – einem Lkw mit medizinischer Ausrüstung - vor Ort im Altenzentrum statt.
 

Die DIKOM-Studie ist ein innovatives Projekt zur Weiterentwicklung der medizinischen Versorgung in der Altersmedizin im Saarland. Ziel ist es, apparative Diagnostik direkt im Pflegeheim durchzuführen, wenn Patienten nicht zur Klinik kommen können. Die Mobile Geriatrie-Unit (MGU) ist ein speziell ausgestattetes Fahrzeug mit modernster Medizintechnik, das Computertomographie, Röntgen, EKG, EEG und Ultraschall bietet. Diese Diagnostik soll nicht bedarfsnotwendige Krankenhausaufenthalte vermeiden und die medizinische Versorgung in der vertrauten Umgebung fördern.
 

Ziel dieses Besuchs war es, sämtliche organisatorischen und technischen Abläufe unter realen Bedingungen zu erproben. Zunächst wurde geprüft, ob der MGU-LKW problemlos auf dem Gelände parken und sich dort für den Betrieb kalibrieren kann. Anschließend testete das Team den Transport der Patientenliege vom Fahrzeug über den Aufzug im Anbau bis in das Gebäude. Darüber hinaus wurden die Wege im Haus begangen, um sicherzustellen, dass das mobile Röntgengerät in den Bewohnerzimmern problemlos eingesetzt werden kann.
Zum Abschluss besichtigten Caritas-Mitarbeitende und Bewohner das MGU-Fahrzeug, das auch ein integriertes Labor vorhält. Die moderne Ausstattung sorgte sowohl bei den Bewohnerinnen und Bewohnern als auch bei den Mitarbeitenden für großes Staunen.
 

Der Besuch bot zudem die Gelegenheit zu einem intensiven und sehr interessanten Austausch mit dem MGU-Team, bestehend aus einem Arzt, einer medizinisch-technischen Radiologie-Assistentin sowie einem Fahrer, der gleichzeitig Rettungsassistent ist. Gemeinsam konnten organisatorische Fragen geklärt und die nächsten Schritte abgestimmt werden.
 

Starten wird das Projekt im September. Ziel des Projekts ist es, Bewohnerinnen und Bewohnern nach Ereignissen - wie beispielsweise einem Sturz - eine umfassende Diagnostik direkt vor Ort zu ermöglichen. Dadurch können belastende Krankenhausaufenthalte in vielen Fällen vermieden werden, ohne auf eine hochwertige medizinische Versorgung verzichten zu müssen.
 

Im Rahmen einer zwölfmonatigen Erprobungsphase wird evaluiert, ob die apparative Diagnostik direkt im Pflegeheim die Rate von Krankenhauseinweisungen verringern kann und ob sich dies günstig auf die Entwicklung von Pflegebedürftigen auswirkt. Das Projekt wird für vier Jahre mit insgesamt rund 9,8 Millionen Euro vom Bund gefördert.
 

Der erfolgreiche Testbesuch hat gezeigt, dass wir auf einem sehr guten Weg sind und die Voraussetzungen für eine gelungene Projektteilnahme geschaffen werden konnte.
 

Text und Fotos: Caroline van der Wals