Caritasverband für die Diözese Speyer
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24. August 2026

Was würde ich mitnehmen, wenn ich flüchten müsste?

Interaktive Ausstellung lädt ein zur Auseinandersetzung mit Migration


Was würde ich mitnehmen, wenn ich einen einzigen Koffer hätte und meine Heimat innerhalb einer Stunde für immer verlassen muss? Was sind das für Leute, die in Deutschland Zuflucht suchen? Das sind Fragen, die Besucher der interaktiven Ausstellung „Youniworth“ sich stellen werden. Veranstalter ist der Jugendmigrationsdienst des Caritas-Zentrums Ludwigshafen in Kooperation mit der Anne-Frank-Realschule-plus und der Stadt Ludwigshafen.
 

Die Ausstellung besteht aus sieben interaktiven Stationen, die nicht nur junge Leute ansprechen wollen. Auch Menschen in der Jugendarbeit, in Schulen, Gemeinden und Vereinen sind eingeladen, Migration und MigrantInnen besser zu verstehen. Die interaktiven Stationen laden ein zum Sehen, Hören, Anfassen, Nachdenken. Ziel ist es, für das Thema Jugend und Migration zu sensibilisieren, Vorurteile - auch die eigenen - zu bemerken und zu hinterfragen, Wege zu Austausch und Gemeinsamkeit zu finden. 
 

Die Besucher werden sehen, dass Migration zur Geschichte der Menschheit gehört. Das spiegelt sich zum Beispiel in Musik wieder – was die Besucher anhand von Hörbeispielen entdecken können. Eine andere Station macht spielerisch nachvollziehbar, wie neu angekommene Migranten ihr Leben in Deutschland organisieren sollen und welche Herausforderungen es dabei gibt.
 

Die Ausstellung ist zu sehen im Mehrzweckraum der Anne-Frank-Realschule. Schulleiter Johannes Thomas war von der Idee der Ausstellung gleich begeistert. Nicht nur stellt seine Schule den Raum zur Verfügung – es soll auch Schüler der Deutsch-Integrationsklassen geben, die durch die Ausstellung führen und eigene Erfahrungen einbringen können. „Schule ist ein Lebensort. Hier kommen Menschen zusammen. Hier lernen wir Zusammenleben“, sagt der Schulleiter. Eine Station der Ausstellung stellt den Jugendmigrationsdienst vor. In Ludwigshafen ist der Jugendmigrationsdienst in der Trägerschaft der Caritas. Bundesweit gibt es rund 500 Jugendmigrationsdienste, die junge Migrantinnen und Migranten zwischen 12 und 27 Jahren beraten und über Bildungs-, Arbeits- und Freizeitmöglichkeiten informieren. Ziel ist, soziale Teilhabe zu fördern und den jungen Leuten Perspektiven zu eröffnen.
 

Schirmherr der Ausstellung ist Raymond Höptner. Er ist Ortsvorsteher von Mundenheim und Landtagsabgeordneter – und er kommt aus einer Familie mit Migrationsgeschichte. Seine Eltern stammen aus Ghana. „Ludwigshafen ist vielfältig. Ich unterstütze die Idee der Ausstellung, Begegnung und Austausch zu fördern und auch die positiven Seiten der Migration zu beleuchten. Darüber wird zu wenig gesprochen“, sagt der Schirmherr. Austausch sei bereichernd, er selbst mit drei Kulturen aufgewachsen: Ghanaisch, Deutsch – und Pfälzisch. 
 

Die Ausstellung richtet sich nicht nur an Schulen und Vereine – sie ist für alle Interessierten zugänglich. Besuche sind möglich vom 1. September bis zum 10. September von 9 bis 13 Uhr. Aus organisatorischen Gründen ist aber eine Anmeldung erforderlich über den Jugendmigrationsdienst.
 

Ansprechpartner:
 

Markus Schwarz
Telefon 0621-59802-26
Mobil 0152 091 193 51
 

Zahra Hassanpour
Telefon 0621-59802-32
Mobil 0162 436 676 3


Ausstellungsort: 
 

Anne-Frank-Realschule plus 
Bruchwiesenstraße 310
67059 Ludwigshafen


Text und Fotos: Gereon Hoffmann für den Caritasverband für die Diözese Speyer

 

von links: Johannes Thomas (Leiter der Anne-Frank-Realschule LU, Ort der Ausstellung), Zahra Hassanpour (Jugendmigrationsdienst des Caritas-Zentrums Ludwigshafen), Raymond Höppner (Schirmherr, Ortsvorsteher Mundenheim, CDU-Landtagsabgeordneter), Markus Schwarz (Jugendmigrationsdienst des Caritas-Zentrums Ludwigshafen).