Caritasverband für die Diözese Speyer
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26. Oktober 2026

Abschied mit Schwung und ein Neubeginn in St. Hedwig

Jutta Asal von Wuthenau nach 14 Jahren als Leiterin des Caritas-Altenzentrums verabschiedet – Thomas Hellinger übernimmt die Nachfolge


Abschied und Neustart liegen manchmal ganz nah beieinander. Am 23. Oktober wurde Jutta Asal von Wuthenau in den Ruhestand verabschiedet und ihr Nachfolger Thomas Hellinger als neuer Leiter des Caritas-Altenzentrums St. Hedwig in Kaiserslautern vorgestellt. Mit flotten Rhythmen empfing das Klarinetten-Quartett „Allied Winds“ der U. S. Air Force in Europe die Gäste in der vollbesetzten Kirche Heilig Kreuz. Eine beschwingte Feierlichkeit – ganz nach dem Wunsch der scheidenden Chefin.
 

14 Jahre stand Jutta Asal von Wuthenau an der Spitze von St. Hedwig. Sie leitete die Einrichtung mit klaren Vorstellungen, unerschöpflicher Energie und Offenheit für Neues. Herausforderungen begegnete sie mit Tatkraft und Ideenreichtum. Dabei lagen ihr eine persönliche Atmosphäre im Haus und ein gutes Miteinander mit den Mitarbeitenden besonders am Herzen.
 

Diözesan-Caritasdirektorin Barbara Aßmann würdigte die Verdienste der scheidenden Leiterin. 2007 war Jutta Asal von Wuthenau zum Caritasverband gekommen, übernahm 2009 ihre erste Einrichtungsleitung in Blieskastel und wechselte 2012 nach Kaiserslautern. „Ihr ist es immer gelungen, eine Anpassung an aktuelle Herausforderungen zu finden und Unmögliches möglich zu machen, auch während Corona“, betonte Aßmann. Mit ihrer herzlichen, verbindlichen Art habe sie ein großes Netzwerk aufgebaut, die Einrichtung nach außen geöffnet und viele Ehrenamtliche gewonnen.
 

Diversität sei für Asal von Wuthenau kein leerer Begriff. Sie nehme Menschen, wie sie sind, auch mit Ecken und Kanten. „Sie waren das Herz und das Hirn von St. Hedwig. Am heutigen Tag geht eine Ära zu Ende“, sagte Aßmann und zeichnete sie mit dem Caritaskreuz in Gold aus.

Auch die Kirchengemeinde würdigte das langjährige Engagement. Pfarrer Martin Olf überreichte die Heilig-Geist-Plakette in Bronze und dankte für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Die Mitarbeitenden verabschiedeten ihre Chefin mit liebevollen Worten und einem kleinen Boot als Erinnerung an die gemeinsame „aufregende Reise“.
 

Dann wurde es emotional. „Während der Vorbereitung auf den heutigen Tag haben mich drei Dinge beschäftigt: Ist für alle genug Platz in der Kirche? Ich muss hoffentlich nicht weinen. Was soll ich anziehen?“, begann Jutta Asal von Wuthenau ihre Abschiedsrede in gewohnt lockerer Art. Alles habe geklappt – bis auf die Sache mit den Tränen.
 

St. Hedwig nicht nur als Altenzentrum, sondern als Begegnungszentrum zu gestalten, sei ihr immer wichtig gewesen. „Mit meiner Arbeit wollte ich etwas an die Gesellschaft zurückgeben“, sagte sie und dankte allen Wegbegleitern, besonders ihrem Mann Fritz: „Er war immer ein guter Coach auf der Couch.“
 

Still wird es um die engagierte Ruheständlerin nicht werden. Sie möchte sich weiterhin im selbst gegründeten Verzeelbudsche und im Gemeindeausschuss engagieren sowie eine Ausbildung zur Trauerrednerin absolvieren. Auch St. Hedwig wird sie verbunden bleiben.
 

Ein neuer Besen für den Nachfolger
 

Ihrem Nachfolger Thomas Hellinger überreichte sie nach dem Motto „Neue Besen kehren gut“ einen Besen. Dieser gesellte sich zur roten Schultüte, die Hellinger vom Caritasverband zu seinem Einstand erhalten hatte.
 

Der neue Leiter bringt viel Erfahrung mit: Mehr als 20 Jahre führte er ein eigenes Seniorenheim, bevor er nun in St. Hedwig eine neue Aufgabe übernahm. Seit drei Wochen lerne er das Haus kennen und sei beeindruckt von der Fachlichkeit des Teams, der guten Organisation und der herzlichen Aufnahme. Allerdings erfahre seine Stellenbeschreibung ungeahnte Erweiterungen, zu denen offenbar auch das Erlernen von Zumba gehöre, scherzte er.
 

Dass er damit nicht ganz falsch lag, zeigte sich beim furiosen Abschluss der Feier: Jutta Asal von Wuthenau legte gemeinsam mit Mitarbeiterinnen eine schwungvolle Zumba-Einlage aufs Parkett. Auch Thomas Hellinger durfte mittanzen. Ein fröhlicher Abschluss, der noch einmal zeigte, wofür St. Hedwig steht: Gemeinschaft, Lebensfreude und ein herzliches Miteinander. Anschließend klang die Feier bei einem Buffet und vielen Gesprächen aus.
 

Text und Fotos: Friederike Jung für den Caritasverband für die Diözese Speyer
 

Auszeichnung: Caritas-Direktorin Barbara Aßmann steckte Jutta Asal von Wuthenau das Caritas-Kreuz in Gold an.
Beim Zumba machen alle mit: Sitz-Tanz für die Gäste.
Judith Schüppert und Jutta Asal von Wuthenau zeigen, wie man Arbeit auch beschwingt angehen kann.
Zum letzten Mal an ihrem Schreibtisch: Jutta Asal von Wuthenau geht nach 14 Jahren als Leiter des Caritas-Altenzentrums St. Hedwig in den Ruhestand.
Nachfolger Thomas Hellinger ließ sich anstecken von Schwung und Lebendigkeit.
Das Klarinetten-Quartett „Allied Winds“ der U. S. Air Force in Europe brachte den Swing in die Kirche.