Caritasverband für die Diözese Speyer
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03. Juni 2026

Schüler drehen viele Runden für das Kinderhospiz Sterntaler

Schulteam der Caritas-Förderschule St. Peter & Paul überbringt Spende


Im Kinderhospiz Sterntaler war die Freude groß: 3500 Euro brachten Schüler und Betreuer der Förderschule Landau des Caritas-Förderzentrums St. Laurentius und Paulus mit. Das Geld hatten sie bei einer Benefizaktion “erlaufen“. Ein Spendenlauf im März war eine neue Idee, die Kinder, Eltern und das Schul-Team gemeinsam ausprobierten. Der Rundkurs um das Verwaltungsgebäude der Schule war 200 Meter lang. 
 

Teilnehmen konnten alle Schüler und auch viele Lehrer liefen mit. Alle Teilnehmenden suchten sich Sponsoren, die ihnen für jede Runde einen bestimmten Betrag spenden wollten. „Da haben sich einige gewundert, denn die Kinder hatten viel Spaß und haben viele Runden gedreht“, sagt Wolfgang Vorstoffel, der zusammen mit Sabine Stark die Idee entwickelt hat. Zusammen mit der Förderschulklasse von Stefanie Gurlin überbrachten die beiden Spendenlauf-Begründer die Hälfte des Erlöses. 
 

Die Halbe-Halbe Aufteilung haben Schüler und Elternbeirat beschlossen, die verbleibende Hälfte kommt dem Förderverein der Schule zugute. Der Verein unterstützt beim Kauf von Lehrmitteln und Spielgeräten. Im stationären Kinderhospiz werden lebensverkürzend erkrankte Kinder und Jugendliche sowie deren Eltern und Geschwisterkinder liebevoll aufgenommen und von einem multiprofessionellen Team betreut. Das Geld wird dringend gebraucht, denn wie Beate Däuwel vom Kinderhospiz erklärte, erhält die Einrichtung von den Krankenkassen lediglich einen nicht kostendeckenden Tagessatz für die Pflege des erkrankten Kindes. Auch von staatlicher Seite sei die Förderung gering. Viele wichtige Angebote – von der Unterbringung und Verpflegung der Familien über Therapien und Ausflüge bis hin zur Trauerbegleitung – können nur dank Spenden ermöglicht werden. 
 

Das stationäre Kinderhospiz Sterntaler ist das einzige seiner Art in der Metropolregion Rhein-Neckar. In ganz Deutschland gebe es nur 21 Kinderhospize, sagte Beate Däuwel. In Dudenhofen können bis zu acht erkrankte Kinder und deren Familien aufgenommen werden. Während eines Entlastungsaufenthaltes können Familien im Kinderhospiz nach individuellen Bedürfnissen neue Kraft tanken sowie ihre große Verantwortung in entspannter Atmosphäre einem erfahrenen, liebevollen Team anvertrauen, das
sich ganzheitlich um alle Belange kümmert. 
 

Neben der Pflege des lebensverkürzend erkrankten Kindes und diversen Therapieangeboten, steht ebenso die Betreuung der mit untergebrachten Geschwisterkinder im Mittelpunkt. Eine wichtige Kernaufgabe der Kinderhospizarbeit ist zudem die sensibel und individuell erbrachte Sterbe- und Trauerbegleitung – auch über die Verabschiedung des Kindes hinaus. 
 

Die Klasse der Caritas-Förderschule und ihre Betreuer sahen sich in der Einrichtung um und freuten sich, dass ihre Unterstützung dankbar angenommen wurde und Gutes bewirken wird. „Zusammen können wir mehr bewegen“, sagte Beate Däuwel für das Kinderhospiz Sterntaler. 
 

Tipp: Am Samstag, 20. Juni, von 11 bis 18 Uhr feiert das Kinderhospiz Sterntaler sein Sommerfest mit Tag der offenen Tür. Alle sind eingeladen, das Anwesen in Dudenhofen, Kettelerstraße 17-19 zu besuchen. Anmeldungen unter  
sommerfest@kinderhospiz-sterntaler.de 
 

Text und Foto: Gereon Hoffmann für den Caritasverband für die Diözese Speyer

ganz links: Beate Däuwel, die Leiterin des Kinderhospiz Sterntaler ganz rechts: Stefanie Gurlin, die mit ihrer Klasse und ihrem Betreuerteam zur Spendenübergabe nach Dudenhofen gekommen ist. Die Erfinder des Spendenlaufs sind Wolfgang Vorstoffel (der einzige Mann) und Sabine Starck, senkrecht blau-weiß gestreifte Bluse, hinten Mitte.