Caritasverband für die Diözese Speyer
Nikolaus-von-Weis-Straße 6
67346 Speyer
Telefon: 06232 / 209-0
info@caritas-speyer.de

Generationenspiele im Caritas-Altenzentrum St. Martha mit Kita-Kindern
„Zusammen geht was - Caritas verbindet Generationen“ – so lautet in diesem Jahr bundesweit das Motto der Caritas-Jahreskampagne. Dieses Thema hat das Caritas-Altenheim Sankt Martha zusammen mit der Medienwerkstatt Media:Tor in Speyer umgesetzt. Kinder und alte Menschen hatten gemeinsam viel Spaß mit Bewegungsspielen.
„Das war mal was Neues und hat mir Spaß gemacht“, sagt die 95-jährige Gisela Zintel. Sie hat bei einem Wurfspiel mitgemacht, bei dem sie Ringe aus fester Schnur auf kleine Holzpfosten geworfen hat – mit Erfolg. „Ich hab auch Ringe geworfen“, sagt Alea, die erst fünf Jahre alt ist und mitgespielt hat. „Die Frau hat mit den Ringen sogar fast alles getroffen“, sagt Leon anerkennend. Der Vierjährige geht zusammen mit den anderen kleinen Besuchern in die Kindertagesstätte St. Joseph.
„Wir haben schon viele Jahre eine Kooperation mit dem Kindergarten, dessen Kinder zu uns zum Essen kommen“, sagt Gudrun Wolter, die Leiterin des Altenheims. Die gemeinsamen Spiele hat Media:Tor vorgeschlagen. „Wir haben uns Spiele für Menschen mit eingeschränkter Mobilität ausgedacht und mit unseren Maschinen die Spielsachen hergestellt“, erklärt Medienpädagogin Lena Monka, die das Team leitet. Media:Tor ist eine Einrichtung der Landesmedienanstalt. Dort gibt es Werkzeuge und Maschinen, wie etwa 3D-Drucker und Laser-Cutter, die das Team für die Herstellung der Spielgeräte genutzt hat. Finanziert habe den Spiele-Vormittag die Speyerer Wilkens Stiftung, sagt Monka.
Ein gutes Dutzend Bewohnerinnen wollte bei dem Spiele-Vormittag mitmachen, insgesamt hat das Caritas-Altenzentrum St. Martha 120 Bewohner. Die Tagespflege besuchen im Schnitt etwa zehn Menschen pro Tag. Die alten Menschen kommen zum Spiele-Vormittag teils in Rollstühlen, teils mit dem Rollator. Die Aktivitäten sind so gemacht, dass sie auch im Sitzen möglich sind. Da gibt es ein Wurfspiel, bei dem kleine sandgefüllte Säckchen entweder mit der Hand zu werfen, oder aufgelegt auf den Fuß, mit Schwung zu schubsen sind. Felder mit Punktzahlen sind auf zwei Filz-Teppichen aufgedruckt.
Für ein anderes Wurfspiel stehen kleine Holzpflöcke bereit, die in bunte geometrische Figuren gesteckt sind. Die Halter sind aus dem 3D-Drucker. Bei einem anderen Spiel steht ein farbiger Becher auf einem Tuch, das über einem langen Tisch liegt. Das Tuch können die Spieler auf eine bunte Rolle aufrollen. Wenn sie das vorsichtig, aber stetig machen, bewegt sich der Becher zu ihnen, ohne umzufallen. „Das ist eine gute Idee und so konnte ich mal etwas mit meinen Händen machen, die haben sonst nicht so viel zu tun“, sagte Doris Hauck, die 77 Jahre alt ist.
Die Besuche von Kindern haben in St. Martha eine lange Tradition. „Früher hieß das bei uns Schaukelstuhl und Schaukelpferd, das war sogar schon vor meiner Zeit“, sagt die Leiterin Gudrun Wolter. „Der Kindergarten ist Nachbar des Altenheims, so gab es schon in der Vergangenheit viele gemeinsame Aktionen.“
Text und Fotos: Gereon Hoffmann für den Caritasverband für die Diözese Speyer