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12. November 2025

Neuer Schulleiter im Caritas-Förderzentrum St. Rafael Altleiningen

 

Daniel Wolff übernimmt Leitung der Förderschule – mit Fokus auf Teamarbeit, Digitalisierung und gelebte Wertschätzung.

 

Ursprünglich hat sich Daniel Wolff vor allem für Physik und Mathematik und allgemein für Naturwissenschaften interessiert. Geboren ist er 1984 in Stuttgart, aber davon hört man nichts. Denn schon als er noch ganz klein war, ist seine Familie nach Hannover gezogen, wo er aufgewachsen und zur Schule gegangen ist – erzählt er in akzentfreiem Hochdeutsch. Sein Grundschullehrer habe gesagt „der wird mal Bürgermeister“, erzählt Wolff schmunzelnd. Das hat sich (bis jetzt) nicht erfüllt – aber eine Führungsposition hat er sehr wohl inne.

 

Offiziell ist er seit September Oberhaupt der Sankt Rafael Förderschule. Aber er selbst sieht sich viel eher als Teamchef, denn als der alleinige Bestimmer. Und das Team der Lehrkräfte kennt er schon lange, denn er hat schon viele Jahre hier mitgearbeitet Seine Berufung zu einem sozialen und pädagogischen Beruf entdeckte er während seines Zivildienstes. Den leistete er ein Jahr in einer Lebenshilfe Werkstatt bei Hannover. „Vorher dachte ich noch daran, Ingenieur zu werden, aber da habe ich entdeckt, dass ich sehr gerne mit Menschen zu tun habe und mir eine soziale Tätigkeit wirklich Freude macht“.

 

Er studierte Förderschulpädagogik für Menschen mit Lernschwierigkeiten und geistigen Einschränkungen. Beworben habe er sich in ganz Deutschland, einen Studienplatz bekommen habe er dann in Landau. Das war sein Erstkontakt mit der Pfalz. Während des Studiums lernte er auch seine Frau kennen, mit der er inzwischen verheiratet ist und drei Töchter hat. „Mir gefällt es sehr gut in der Pfalz, das ist ein anderer Menschenschlag als im Norden.“ Er erklärt: „Moin-Moin!“ sei hinterm Deich schon Geschwätz, ein Mal „Moin!“ reiche schon. So denken viele Nordlichter. Dagegen könne in der Pfalz einen die Bäckersfrau schon früh morgens in ein richtiges Gespräch verwickeln. „Ich mag das und die offene, lockere Art der Pfälzer“ sagt er.

 

Nach dem Referendariat in Neuwied trat er seine erste Stelle in der Mosaik-Schule Ludwigshafen Oggersheim an. Von dort wechselte er nach Schifferstadt an die Salierschule. Nach einer Neuberechnung der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) wurden von dort wegen sinkender Schülerzahlen Lehrer „verschoben“ an andere Schulen. Und da hatte Wolff Glück: Sein Studienkollege Thomas Hübner war schon an der Förderschule St. Rafael in Altleiningen tätig. Von ihm hörte er, dass hier noch Lehrkräfte gesucht sind und Planstellen ausgeschrieben seien. Hübner habe ihm von einem tollen Team und gutem Klima an der Schule erzählt und empfohlen, sich doch mal zu bewerben. Das tat Wolff und wurde zur Vorstellung eingeladen. „Was mir auf Anhieb gefallen hat, war der sehr herzliche Empfang durch die Kolleginnen und Kollegen hier“, sagt er.

 

Und offenbar machte er selbst auch einen guten Eindruck. 2013 konnte er die Stelle an der Förderschule St. Rafael antreten. Er unterrichtete die Oberstufe der 7. bis 9. Klasse. Sein guter Eindruck bestätigte sich weiter. Schon bald gehörte er auch zur Teamleitung. Als die stellvertretende Schulleiterin Iris Wiedmann auf die frei gewordene Stelle der Rektorin rückte, sollte er zuerst stellvertretender Rektor werden und mit der Rektorin eng zusammenarbeiten.

 

Das war 2016 – und Wolff war gerade dabei, ein Haus zu bauen und sich und seiner Familie ein Heim zu errichten. „Das wäre dann zu viel geworden und so übernahm sein alter Studienkollege das Amt des Stellvertretenden Rektors. Als die Familie dann ihr neues Heim hatte, war Wolff auch für neue Aufgaben bereit. Hübner wollte lieber Stellvertretender Rektor bleiben und fragte Wolff, ob er sich vorstellen könne, Schulleiter zu werden. Wolff versicherte sich, dass Hübner und das Team hinter ihm stehen und sagte zu. „Für mich war klar erkennbar, dass wir hier alle an einem Strang ziehen und alle Kolleginnen und Kollegen super engagiert sind“, sagt er. So trat er offiziell im September seine Stelle als Direktor an.

 

Was sich bisher bewährt habe, wolle er mit dem Team weiter führen. Dass es an der Schule gut laufe, zeigten die vielen Rückschulungen, bei denen Förderschüler wieder in den Regelschulbetrieb zurückkehren, erklärt er. Auch die Zusammenarbeit mit den weiteren Bereichen des Förderzentrums, insbesondere den Wohngruppen sei sehr gut. „Es gibt hier überall positive und wertschätzende Strukturen, die will ich weiter fördern“, sagt der neue Schulleiter. Ideen habe er zu Ausstattung und Umgang mit Neuen Medien.

 

Bisher schon sei er der IT-Fachmann an der Schule gewesen, habe verkabelte und kabellose Netzwerke eingerichtet und sei Ansprechpartner, wenn es Probleme im Computerbereich gebe. Eine Perspektive für die Zukunft sei die stärkere Vernetzung der Schule mit anderen Partnern. Dazu gehören nicht nur andere Fördereinrichtungen in der Region, sondern auch Unternehmen. Hier seien gute Kontakte hilfreich, um Praktikums- und Ausbildungsplätze für Schüler zu finden. Es sei es wichtig, gerade bei Unternehmen Information und Aufklärung voran zu bringen. „Unsere Schülerinnen und Schüler sind in theoretischen Anforderungen nicht immer die Besten – aber dafür im Praktischen - hoch motiviert und lernbereit“, so Wolff.

 

In seiner Freizeit widmet sich Wolff zuerst der Familie, seiner Frau und den drei Töchtern im Alter von drei, sechs und neun Jahren. Wenn dann noch Zeit ist, geht er seiner Freude am Tüfteln und Basteln nach, treibt Sport oder besucht auch mal Konzerte.

 

Text und Bild: Gereon Hoffmann für den Caritasverband

 

Daniel Wolff in seinem Klassensaal