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Caritas-Direktorin Barbara Aßmann führt neue Zentrums-Leiterin Nina Weschler ins Amt ein
„Was braucht ein Mensch?“ – diese Frage stellt Nina Weschler am Freitag, 14. August, in den Mittelpunkt ihrer neuen Aufgabe als Leiterin des Caritas-Zentrums Landau. Bei einer Feierstunde im Katholischen Altenzentrum führte Caritas-Direktorin Barbara Aßmann sie offiziell in ihr Amt ein. Vertreterinnen und Vertreter aus Kirche und Politik begrüßten die neue Leiterin und wünschten ihr alles Gute für ihre Aufgabe.
Weschler folgt auf Elisabeth Traunmüller, die das Caritas-Zentrum von 2018 bis 2026 leitete und im Juni als Geschäftsführerin zur Caritas Rheinland-Pfalz wechselte.
„Wir haben uns sehr bewusst für Nina Weschler entschieden – sie ist in Landau und Umgebung keine Unbekannte“, sagte Barbara Aßmann. „Ihr Berufsweg steht für Engagement, fachliche Kompetenz und kontinuierliche Weiterentwicklung.“
Seit 2001 arbeitet Weschler beim Caritas-Förderzentrum St. Laurentius & Paulus. Die ausgebildete Erzieherin und Heilpädagogin mit Schwerpunkt Frühförderung begleitete zunächst Kinder und Familien und übernahm später die Projektleitung für den Aufbau des Familienentlastenden Dienstes. 2010 wurde sie Bereichsleiterin der Ambulanten Dienste. Zuletzt verantwortete sie unter anderem die Fachstelle Autismus, den Familienentlastenden Dienst sowie den Fachdienst für Inklusionspädagogik, Kita- und Schulassistenz. Auch an Projekten wie „LiLi – Leben in Landau inklusiv“ war sie maßgeblich beteiligt. „Mit ihrer Berufserfahrung, ihrem breiten Netzwerk in Landau und ihrer persönlichen Haltung ist Nina Weschler genau die richtige Frau am richtigen Ort“, betonte Aßmann.
In ihrer Antrittsrede griff Weschler ihre Leitfrage „Was braucht ein Mensch?“ auf. Orientierung, Wertschätzung, Zugehörigkeit, Sicherheit, Beziehungen und Menschen, die zuhören und einem etwas zutrauen, bräuchten nicht nur Hilfesuchende: „All das braucht auch jemand, der eine Einrichtung neu leiten soll.“
Mit Landau ist Weschler eng verbunden. Sie ging hier zur Schule und lebte lange in der Stadt. „Landau fühlt sich immer noch wie Zuhause an, auch wenn ich heute in Klingenmünster wohne.“ Sie freue sich darauf, gemeinsam mit dem Team Verantwortung für die Menschen in Landau und im Landkreis Südliche Weinstraße zu übernehmen.
„In 30 Jahren Berufstätigkeit habe ich gelernt, Menschen ganzheitlich zu betrachten“, sagte Weschler. Menschen seien immer auch in ihren Beziehungen, Familien und sozialen Lebensräumen zu sehen. Genau hier setze die Beratungsarbeit der Caritas an. Das Caritas-Zentrum bietet ein breites Spektrum von der Allgemeinen Sozialberatung und Erziehungs-, Ehe- und Lebensberatung über Wohnraumsicherung und Wohnungslosenhilfe bis zu Schwangerschafts-, Migrations- und Integrationsberatung sowie Angeboten für Kinder, Jugendliche und Familien.
Ein Beratungszentrum erlebe unmittelbar, was sich in der Gesellschaft verändere, und sei damit auch „ein Seismograf gesellschaftlicher Entwicklungen“, so Weschler. Daraus erwachse die Verantwortung, Erfahrungen aus der täglichen Arbeit in Netzwerke und gesellschaftliche Debatten einzubringen. „Ich möchte nicht nur über Sozialraum sprechen – ich möchte mittendrin sein.“
Transparenz, Klarheit, Offenheit und Menschlichkeit nennt sie als zentrale Prinzipien ihrer Führung. Gemeinsam mit ihrem Team wolle sie bestehende Netzwerke stärken und neue Verbindungen schaffen. Dabei gehe es nicht darum, für Hilfesuchende zu entscheiden, sondern ihnen auf Augenhöhe zu begegnen und ihre Selbstbestimmung zu achten. Ihre Vorstellung für die künftige Arbeit fasst Weschler so zusammen: „Fachlich stark – menschlich zugewandt – präventiv denkend – sehr gut vernetzt.“
Für das Dekanat Landau übermittelte Dekan Axel Brecht die besten Wünsche. Landrat Dietmar Seefeldt sagte für den Landkreis Südliche Weinstraße die Fortsetzung der guten Zusammenarbeit zu. Auch Landaus Beigeordnete Lina Dürphold würdigte die engen Verbindungen und kurzen Wege zwischen Stadt und Caritas-Zentrum.
Text und Fotos: Gereon Hoffmann für den Caritasverband für die Diözese Speyer