Caritasverband für die Diözese Speyer
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13. Februar 2026

Zum 100. Geburtstag kommt der Elferrat

Von Erdbeerkostümen, einem Oberschwan mit pinkfarberer Federboa und Hühnern
 

Ein Hundertjähriger umrahmt von zwei Faschingsprinzessinnen, ein zaubernder Pflegedienstleiter, ehrenamtliche Schwäne und eine strahlende Erdbeere im Publikum: so etwas gibt’s nur bei der Faschingsfeier im Caritas Altenzentrum St. Elisabeth in Germersheim.

Am schmutzigen Donnerstag geht es jedes Jahr bunt zu in der schön geschmückten Cafeteria des Caritas-Altenzentrums St. Elisabeth. Denn dann kommen die Rhoischnooke zu Besuch. Nicht die kleinen surrenden Quälgeister, sondern der Elferrat des Germersheimer Karnevalsvereins „Die Rhoischnooke“ samt Präsidentin Birgit Abramowski, den beiden vor guter Laune sprühenden Prinzessinnen Jana I und Denise I, der Bambini-Garde und noch so manch anderen Närrinnen. 
 

Es dauert keine fünf Minuten, bis die gute Stimmung auf die Bewohnerinnen und Bewohner sowie die Mitarbeitenden von St. Elisabeth überspringt. Viele haben sich verkleidet. An den Tischen sitzen hochbetagte Blumenmädchen, Bauarbeiter, Harlekins und Cowboys. Bewohnerin Annerose Baumann hat sich extra ein Erdbeer-Kostüm besorgt und freut sich ganz besonders auf die Faschingsveranstaltung. Die Berliner und das Gläschen Sekt bringen als Mäuschen verkleidete Mitarbeiterinnen an den Tisch. Zwei riesige Hühner, in deren Kostümen ebenfalls Mitarbeiterinnen stecken, watscheln durch die Reihen. 
 

Die Bambini-Garde, als niedliche Zootiere maskiert, erobert die Herzen des Publikums im Sturm. Im Takt wird mitgeklatscht, gewippt, manchmal auch dirigiert, wenn die Kleinen tanzen. Die Tanzmariechen des Karnevalsvereins können dieses Jahr krankheitsbedingt leider nicht, doch Monique Kaufmann ist eingesprungen und singt für die Bewohnerinnen und Bewohner „99 Luftballons“. Dazu kann man auch tanzen, findet ein Bewohner und schwingt mit Monika Meister von der sozialen Betreuung das Tanzbein. 
 

Nach der Kaffeepause gibt es eine besondere Ehrung für Bewohner Michael Avdeenko. An Aschermittwoch feiert der gut gelaunte Senior seinen 100. Geburtstag. Er strahlt, als er zu einem Gruppenfoto mit Elferrat, umrahmt von den beiden Faschingsprinzessinnen abgeholt wird. Man sieht es ihm an: Wenn er aufstehen könnte, würde er jetzt tanzen. Doch im Rollstuhl geht das auch.
 

Dass die Faschingsveranstaltungen im Caritas-Altenzentrum St. Elisabeth jedes Jahr etwas ganz Besonderes sind, liegt zum einen natürlich am Besuch der „Rhoischnooke“. Zum anderen aber auch am Engagement von Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen, die sich auch in diesem Jahr wieder mächtig ins Zeug gelegt haben, findet Kirstin Fischer, Bereichsleitung Sozialer Dienst, die sich über diesen Einsatz richtig freut. Direkt aus Las Vegas ins Altenzentrum eingeflogen wurde nämlich der unglaubliche Magier „Magic Grubi“, alias Pflegedienstleiter Claudio Gruber. Mit viel Tamtam im glitzernden Paillettenjäckchen führt er sein Meisterstück, „die musikalischen Kerzen“, vor. Das muss man gesehen haben, denn mit Worten lässt es sich kaum beschreiben, wie der Ausnahme-Magier mit Bewegungen und schier unmenschlichen Tönen die Kerzenflammen im Takt der schönen blauen Donau tanzen lässt. Ebenso unfassbar ist der nächste Zaubertrick des deutsch-englisch radebrechenden Magiers. Er präsentierte den Magic Bag, einen roten Stoffbeutel. „Er ist leer, auf Inglisch löööör“, versicherte er, bevor er ein rotes („red“) und ein schwarzes („schwoortz“) Tuch darin verschwinden ließ. Der Trick klappt: wie durch Geisterhand ist das schwarze Tuch nun rot und das rote schwarz.
 

Auf gewisse Weise ebenfalls magisch ist der Auftritt der zauberhaften Schwäne. Zu den Tönen von Schwanensee schwebt Mitarbeiterin Manuela Werner und eine Gruppe Ehrenamtlicher durch die Reihen des Publikums zur Bühne. Voller Anmut trippeln sie im Takt der Musik. Getoppt wird das nur noch durch den an Grazie nicht mehr zu überbietenden Oberschwan, der mit einer pinken Federboa auf die Suche nach der Auserwählten durch die Reihen tänzelt.
 

Es ist wie immer ein gelungenes Fest, finden alle, das wie so oft mit einem kleinen Jägermeister, serviert von Magic Grubi, endet.
 

Text und Fotos: Dr. Christine Kraus für den Caritasverband für die Diözese Speyer

 
Bild 1: Die Rhoischnooke ziehen in die Cafeteria ein.
Bild 2: Bewohner tanzt zu „99 Luftballons“.
Bild 3 - 7: Die Bewohnerinnen und Bewohner feiern.
Bild 8: Der 100-jährige Michael Avdeenko mit Fasnachtsprinzessinnen und Elferrat.
Bild 9: Bewohnerin Annerose Baumann im Erdbeerkostüm.
Bild 10 und 11: Die bezaubernden Schwäne.
Bild 12: Magic Grubi, der Magier aus Las Vegas.
 

Die Bewohnerinnen und Bewohner feiern.
Die Rhoischnooke ziehen in die Cafeteria ein.
Bewohner tanzt zu „99 Luftballons“.
Magic Grubi, der Magier aus Las Vegas.
Die bezaubernden Schwäne.
Die Bewohnerinnen und Bewohner feiern.
Die Bewohnerinnen und Bewohner feiern.
Die Bewohnerinnen und Bewohner feiern.
Der 100-jährige Michael Avdeenko mit Fasnachtsprinzessinnen und Elferrat.
Die Bewohnerinnen und Bewohner feiern.