Caritasverband für die Diözese Speyer
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Kinder der Caritas-Förderschule Herxheim beschäftigten sich intensiv mit Insekten – Projekt belegt bei Bundeswettbewerb den zweiten Platz
Ein super Erfolg für die Klasse S2 der Caritas-Förderschule St. Laurentius & Paulus in Herxheim: Die Ausstellung „Fleißige Flitzer“ hat beim Bundeswettbewerb „echt kuhl-l“ zur ökologischen Landwirtschaft und Ernährung in der Altersgruppe 5./6. Klassen den zweiten Platz erreicht. Für ihre Ausstellung haben sich die Kinder der Klasse S2 ausführlich mit dem Leben von Insekten beschäftigt: Wie sie aussehen, was sie machen, welchen Beitrag sie für Natur und Umwelt leisten.
Dafür haben sie Schmetterlinge gezüchtet, Insekten aus Waldmaterialien gebastelt, Ausstellungstafeln mit Bildern und Texten gemeinsam erstellt. „Die Freude war riesig!“, sagt Lehrerin Inês Querido. Auch die Schulleiterin Claudia Jung ist begeistert. Alle Schüler haben eine persönliche Urkunde und eine Trinkflasche mit dem Logo des Wettbewerbs bekommen. Die Klasse als Ganzes hat eine Silbertrophäe und ein Preisgeld von 1000 Euro bekommen.
Kleine Flitzer leisten großen Beitrag
Mitgemacht haben Schulen aus dem ganzen Bundesgebiet mit insgesamt 800 Projekten.
Die St. Laurentius Schule in Herxheim ist eine Förderschule mit dem Schwerpunkt ganzheitliches Lernen. „Die Kinder haben ein feines Gespür für Natur“, sagt die Lehrerin, „sie sind bei Natur-Themen immer besonders interessiert und motiviert.“ So haben die Kinder gelernt, dass die „kleinen Flitzer“ einen großen Beitrag leisten – im Garten, im Wald und überall in der Natur. Dabei helfen sie auch den Menschen.
Mit Lupenbechern und Zeichenblock sind die Kinder raus in die Natur und haben sich Insekten angeschaut. Dabei haben die Kinder gelernt, wie Insekten aussehen: Alle haben sechs Beine und zwei Fühler, und einen in Kopf, Brust und Hinterleib gegliederten Körper mit einem festen Außenskelett anstatt Knochen im Innern. Mit diesem Wissen haben die Kinder Insekten-Modelle gebastelt.
Sie haben im Zoofachhandel Schmetterlingseier gekauft und in einem Terrarium beobachtet, wie daraus Larven, Puppen und schließlich Schmetterlinge werden. Die Kinder haben gelernt und in ihrem Projektbuch eingetragen, wie wichtig Bienen für die Bestäubung von Blüten sind – auch bei Nutzpflanzen, wie zum Beispiel bei Obst. Insekten wie der Marienkäfer fressen Blattläuse. Käfer und Ameisen fressen tote Blätter und altes Holz, und sind generell als „Müllabfuhr“ aktiv. Und sie selbst sind Nahrung zum Beispiel für Vögel.
Schüler lernen, wie sie Insekten helfen können
Aber es gibt auch Gefahren für Insekten – nicht von anderen Tieren, sondern von Menschen: Monokulturen und Gifte rauben Insekten das Zuhause oder vernichten ihre Nahrungsgrundlagen. Deshalb haben die Schüler sich auch überlegt, wie man den Insekten helfen kann: Blumen pflanzen, bunte Wiesen anlegen, Insektenhotels bauen, Bio-Erzeugnisse kaufen. Damit wirklich alle Kinder an dem Projekt teilhaben konnten, haben alle gelernt, wichtige Begriffe zum Thema in Gebärdensprache darzustellen. Die Kinder haben Drucke erstellt im Cyanotypie-Verfahren. Im Projektbuch ist alles dokumentiert – auch für Erwachsene ist das interessant. Das Projektbuch gibt es hier:
https://www.echtkuh-l.de/auszeichnung/showroom-2026/altersgruppe-2/platz-2
Die Förderschule in Herxheim unterrichtet Kinder, die einen umfassenden Förderbedarf in ihrer ganzheitlichen Entwicklung haben. Die Kinder sind oft mehrfach behindert. Die Schule fördert ihre kognitive, soziale und emotionale Entwicklung über besondere Unterrichtsangebote und begleitende Hilfen. In den höheren Klassenstufen ist das Ziel, die Jugendlichen auf Berufe vorzubereiten. Dazu gibt es an der Schule selbst Möglichkeiten, Erfahrungen zu sammeln, etwa in der Kantine, einer Holzwerkstatt, beim Textilen Gestalten und mehr.
Text: Gereon Hoffmann für den Caritasverband für die Diözese Speyer
Fotos: Inês Querido