Caritasverband für die Diözese Speyer
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29. Oktober 2026

Informationen aus erster Hand

Einblick in die Caritas-Förderschule Landau: Tag des offenen Klassenzimmers
 

Beim Tag des offenen Klassenzimmers hat sich die Caritas-Förderschule Landau vorgestellt. Nicht nur Eltern, sondern auch Erziehende sowie Fachkräfte anderer Einrichtungen informierten sich über die besonderen Angebote der Schule.
 

Georgina will hoch hinaus: Sie freut sich darauf, die Kletterwand emporzusteigen. Fachkraft Annika Schreiber legt ihr den Sicherungsgurt an und bindet sie an das Sicherungsseil, das die junge Kletterin auffängt, sollte sie einmal den Halt verlieren. Dazu kommt es jedoch gar nicht: Flink klettert sie die steile Wand hinauf. Oben angekommen, strahlt sie übers ganze Gesicht und winkt nach unten. Das Klettern ist ein wertvolles Angebot der Förderschule: Die Kinder trainieren hier gezielt Körpergefühl, Kraft und Koordination.
 

Der Förderschwerpunkt der Schule liegt auf der motorischen Entwicklung. Neben dem regulären Unterricht bietet die Einrichtung spezifische Förderungen und Therapien für Kinder mit Beeinträchtigungen in den Bereichen Beweglichkeit, Koordination, Wahrnehmung oder Orientierung. Das Kollegium aus Förderschullehrkräften wird dabei durch ein Team aus pädagogischen, therapeutischen und medizinischen Fachkräften ergänzt. Das therapeutische Angebot umfasst Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie.
 

Eine Besonderheit der Caritas-Förderschule Landau ist das vollständige Angebot an möglichen Bildungsgängen: Es reicht von den Bildungszielen der Grundschule und der Berufsreife bis hin zu den Förderschwerpunkten „Lernen“ und „Ganzheitliche Entwicklung“. Je nach Schulabschluss sind spätere weiterführende Ausbildungen möglich.
 

Als Ganztagsschule verbindet sie Lernen, Förderung, Therapie und Pflege. Ein zentraler Baustein ist das gemeinsame Schulleben, an dem sich auch die Eltern aktiv beteiligen können – beispielsweise bei Festen und Veranstaltungen, die allen Beteiligten viel Freude bereiten.
 

Ein besonders wichtiger Aspekt für Eltern ist der Unterschied zwischen Förderschule und Schwerpunktschule. „Eine Schwerpunktschule ist eine Regelschule, die Kinder mit Förderbedarf aufnimmt“, erklärt Konrektor Claudius Schmid, der den Informationstag federführend organisiert hat. Die Schwerpunktschule erhalte dafür zusätzliche Fachkräfte, die Klassen seien jedoch größer und der Regelunterricht werde gemeinsam von Kindern mit und ohne Förderbedarf besucht. Ziel dieser Unterrichtsform ist die Inklusion. Eine Förderschule hingegen arbeitet in Kleingruppen und bietet die genannten zusätzlichen Förder-, Pflege- und Therapieangebote. Hier haben alle Schülerinnen und Schüler einen festgestellten Förderbedarf.
 

Ob ein Kind eine solche Förderung benötigt, wird durch ein Gutachten festgestellt. Dies kann auf Initiative der Grundschule oder der Eltern geschehen. Die Grundschule veranlasst das Gutachten, bei dem eine Fachkraft Gespräche mit Klassenleitung, Eltern sowie dem Kind führt und medizinische oder therapeutische Berichte einbezieht. Das Ergebnis wird ausführlich mit den Eltern besprochen; die finale Feststellung des Förderbedarfs trifft die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD). Die Wahl des Lernorts – ob Schwerpunktschule oder Förderschule – liegt jedoch bei den Eltern.
 

Veranstaltungen wie der Tag des offenen Klassenzimmers bieten Eltern die ideale Gelegenheit, die Schule kennenzulernen, Fragen zu stellen und aus erster Hand Informationen für ihr Kind zu erhalten.
 

Ausführliche Informationen zur Förderschule Landau gibt es im Internet unter:
www.förderschule-landau.d​​​​​​​e
 

Text und Fotos: Gereon Hoffmann für den Caritasverband für die Diözese Speyer