Caritasverband für die Diözese Speyer
Nikolaus-von-Weis-Straße 6
67346 Speyer

Telefon: 06232 / 209-0
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Wohnen für Kinder und Jugendliche mit Behinderung

Wir bieten in unterschiedlichen Formen Wohnungen und Lebensorte mit genau der Unterstützung und Förderung, die im Einzelfall benötigt werden. Die Betreuung ist dabei 24 Stunden gewährleistet.

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Caritas-Förderzentrum

St. Laurentius und Paulus

Wohnen für Kinder und Jugendliche mit körperlicher Behinderung

 

Wo die Betreuung zuhause durch die Familie an Grenzen stößt, bieten wir eine Alternative. Unsere Wohngruppen sind für Kinder und Jugendliche ein Lebensraum mit familiärer Atmosphäre, in dem sie ihre Fähigkeiten entfalten und eine möglichst selbständige Lebensführung in Gemeinschaft mit anderen einüben können.

Unser Angebot richtet sich an Kinder und Jugendliche ab dem Kindergartenalter, in Ausnahmefällen auch schon früher. Wir betreuen Kinder und Jugendliche mit körperlichen und mehrfachen Behinderungen. Auch Kindern und Jugendlichen mit einem hohen Pflege- und Betreuungsaufwand ermöglichen wir qualifizierte Hilfe durch gut ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Wir haben zwei Wohngruppen. Jede Wohngruppe hat neun Plätze sowie einen Kurzzeitplatz. Tagsüber besuchen die Kinder den Förderkindergarten oder die Schule mit dem Förderschwerpunkt motorische Entwicklung. Davor und danach bieten die Wohngruppen vielfältige Aktivitäten und Lernerfahrungen im sozialen Miteinander.

 

Gemeinsam mehr erleben

 

Nach einem langen und zuweilen anstrengenden Tag im Förderkindergarten oder der Schule gibt es für die Kinder und Jugendlichen verschiedene Möglichkeiten, ihre freie Zeit zu gestalten und zu genießen. Jedes Kind und jeder Jugendliche kann eigenen Vorlieben nachgehen oder gemeinschaftliche Angebote wahrnehmen.

Wir kochen gemeinsam und besprechen, wie das Abendprogramm aussehen soll. Mit besonderen Veranstaltungen und Unternehmungen setzen wir Höhepunkte im Gemeinschaftsleben, zum Beispiel bei der Fahrt auf den Betzenberg, einem Stadtbummel in Mannheim oder Karlsruhe oder bei einem Grillfest im Freien. Zusammen mit den umliegenden Pfarrgemeinen gestalten wir mehrere Gottesdienste im Jahr.

Wir machen Tagesausflüge, bieten aber auch längere Ferienfreizeiten an, zum Beispiel im Schwarzwald, auf der Schwäbischen Alb oder im Westerwald.

Wohnen für Kinder und Jugendliche mit geistiger Behinderung

 

Wir begleiten junge Menschen mit geistiger Behinderung bei der Entwicklung ihrer Fähigkeiten und Stärken. In einer Atmosphäre, die von Akzeptanz und Empathie bestimmt ist, schaffen wir einen Raum für die selbst gestaltete Entwicklung jedes Einzelnen.

In kleinen, überschaubaren Wohngruppen bieten wir Gelegenheit, das Zusammenleben in Gemeinschaft mit anderen einzuüben. Wir verstehen uns als Teil einer lebendigen Gemeinde. Ob beim Bäcker, beim Straßenfest oder im Verein: Unsere Bewohnerinnen und Bewohner gehören in Herxheim einfach dazu. Nur wenige Gehminuten, schon ist man im Ortszentrum mit vielen Einkaufsmöglichkeiten und Freizeitangeboten.

Wir betreuen zurzeit rund 124 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen sechs und 18 Jahren. Wenn das Zusammenleben in der Familie für alle Beteiligten nur noch Konflikt und Überforderung bedeutet, kann ein Gespräch mit uns die Lösung sein. Gemeinsam suchen wir nach Perspektiven, die zur Entlastung und Entspannung aller Beteiligten führen können.

 

Aufnahme

 

Wir nehmen Kinder mit geistiger Behinderung ab dem Schulalter auf.

Zusätzlich zu der geistigen Behinderung können verschiedene Begleitdiagnosen unterschiedlichster Art vorhanden sein. Hierzu gehören unter anderem:

  • Autismusspektrumsstörung
  • Autoaggressionen
  • Fremdaggressionen
  • Psychische Erkrankungen
  • Störungen des Sozialverhaltens

 

Menschen mit geistiger Behinderung, die zusätzlich noch körperbehindert sind, können nicht aufgenommen werden. Weitere Ausschlusskriterien sind:

  • Massive Epilepsieformen, die eine hohe medizinische Versorgung erfordern
  • Progressive Erkrankungen, die zunehmende medizinische Versorgung erfordern bzw. zu anderen Ausschlusskriterien führen (zum Beispiel Körperbehinderung)
  • Behinderungen, die eine umfangreiche medizinisch-pflegerische Grundversorgung erfordern (zum Beispiel Sondenernährung)
  • Suchterkrankungen zum Beispiel Alkoholsucht bei Jugendlichen
  • Akute psychotische Erkrankungen, die eine stationäre psychiatrische Behandlung erfordern.

 

Wohn- und Lebensräume

 

Unsere Wohngruppen sind so gestaltet, dass alltägliche familienähnliche Lebenssituationen entstehen können. In lebensnahen Gruppenformen wollen wir soziale Verhaltensweisen und lebenspraktische Selbständigkeit fördern. Das Leben in der Gemeinschaft der Wohngruppe, mit gleichzeitigem Besuch der Förderschule , bietet Kindern und Jugendlichen mit geistiger Behinderung gute Entwicklungschancen.

Die Wohngruppen besitzen unterschiedliche Beschäftigungsräume mit vielen Möglichkeiten zum Basteln, Musizieren, Spielen, Werken, Toben und Entspannen. Jedem Gruppenhaus ist ein großer Innenhof mit Spielmöglichkeiten zugeordnet. In der weiträumigen Außenanlage befindet sich unter anderem eine große Spielwiese.

Wir bieten insgesamt 16 Wohngruppen an, die sich auf fünf Gruppenhäuser innerhalb unseres Geländes verteilen. Unsere Außenwohngruppe liegt in einem angemieteten Haus in der Ortsgemeinde.

Ambulante Dienste

Der Fachbereich „Ambulante Dienste“, der ambulanten Behindertenhilfe, bündelt wichtige Angebotsformen für Menschen mit Behinderungen und deren Angehörige.

Ziel der Ambulanten Dienste ist es, in den Regionen Landau, Südliche Weinstraße, Germersheim und Neustadt Familien und deren Angehörigen mit Behinderung in Ihrem Alltag zu unterstützen, zu begleiten und zu unterstützen.
Die Ambulanten Dienste bündeln die 5 Teilbereiche

Unser umfassendes Angebotsspektrum orientiert sich dabei an den Bedürfnissen und Wünschen der betroffenen Familien.

Alle Angebote sind abgestimmt auf die individuellen Kompetenzen und Interessen der Menschen mit einer Behinderung, speziell auch für Menschen mit einem erhöhten Pflege- bzw. Hilfebedarf, mit einer Mehrfachschwerstbehinderung.
Der ambulante Dienst richtet sich an Menschen mit Behinderung jeden Alters, vom Kleinkind bis zum Rentner, die eigenständig oder in ihrer Familie leben und von ihren Angehörigen bzw. gesetzlichen Betreuern betreut werden.

Es ist uns wichtig das jeweilige soziale Umfeld für Teilhabemöglichkeiten stärker in den Blick zu nehmen. Dies erfordert neue Blickrichtungen, Kreativität und unkonventionelle Handlungsmuster.
Sozialraumorientierung ist gefragt! Die Inklusion von Menschen mit Behinderung ist unser großes Leitziel, gemäß der UN- Konvention „alle inklusive“.

Das Caritas-Förderzentrum St. Laurentius und Paulus ist vor mehr als 100 Jahren mit der Vision gegründet worden, Menschen mit Behinderung die Förderung, Hilfe und Zuwendung zu geben, die sie für ein sinnerfülltes und selbstbestimmtes Leben brauchen. Eine Vision heute so aktuell wie damals.

Aus der Vision einer selbstbestimmten Teilhabe am Leben in der Gesellschaft ist ein breites Spektrum an Hilfen erwachsen. Es reicht von Jung bis Alt, von der gelegentlichen Unterstützung zu Hause bis zur intensiven Betreuung in der Einrichtung. Wir bieten Hilfestellungen in sämtlichen Lebensbereichen an, angefangen bei den Angeboten für Kinder im Vorschulalter, über die Schule bis hin zum Wohnen, Arbeiten und zur Freizeitgestaltung. Für etwa 650 Menschen mit Behinderung in der Südpfalz bedeuten diese Angebote täglich ein Plus an Lebensqualität, Selbstbestimmung und Teilhabe.

Unsere Außenstellen befinden sich in Altdorf, Annweiler, Germersheim, Gossersweiler, Herxheim, Mörlheim, Mühlhofen, Neustadt und Rülzheim. Über unten stehende Angebote gelangen Sie auch zu den entsprechenden Standorten.