Neue Autorität als Ansatz zur Führungskräfteentwicklung
Caritasverband Speyer e. V., Abt. Personal/PE petra.wilhelm@caritas-speyer.de
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Pflegekosmos
Krankenhäuser und andere Einrichtungen im Gesundheitswesen werden aktuell noch immer stark hierarchisch geführt. Alternativ wird wenig bis gar nicht geführt, sondern lediglich die Abteilung oder Station gemanagt, was dazu führt, dass Mitarbeitende kaum Entwicklung und Führung erfahren. Beide Führungsmethoden führen häufig zu Fluktuation, hohen Krankenständen und einer sinkenden Arbeitszufriedenheit bei Mitarbeitenden.
Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Führungskräfte: Sie sollen Teams erfolgreich leiten, für Motivation sorgen und Konflikte lösen – all das in einem dynamischen und oftmals belastenden Umfeld. Hinzu kommt, dass neue, junge Generationen von Mitarbeitenden, die überwiegend auf Augenhöhe erzogen wurden, vermehrt Autonomie und Mitsprache einfordern.
Diese Generationen legen großen Wert auf Mitbestimmung und Transparenz, was die Notwendigkeit für moderne und beziehungsorientierte Führungsansätze noch weiter verstärkt.
Das Konzept der "Neuen Autorität" bietet einen innovativen und praxisorientierten Ansatz, um Führungskräfte in ihrer Rolle zu stärken und sie auf die Herausforderungen einer sich wandelnden Arbeitswelt vorzubereiten.
Hintergrund Das Konzept der Neuen Autorität, ursprünglich von Haim Omer entwickelt, wurde primär für den pädagogischen und therapeutischen Kontext geschaffen. Es basiert auf dem Prinzip der Präsenz als Quelle von Autorität (siehe Abbildung). Es geht also um Präsenz, Deeskalation, Selbstkontrolle und Beziehungsorientierung. Übertragen auf die Führungskräfteentwicklung fördert es eine Haltung der Stärke durch Verbindung, anstatt durch Dominanz. Es bietet Führungskräften Strategien, die sowohl ihre innere Haltung als auch ihre praktischen Kompetenzen nachhaltig verändern. 1 Exposé: Neue Autorität als Ansatz zur Führungskräfteentwicklung Ziele des Konzepts in der Führungskräfteentwicklung • Förderung einer klaren und stabilen Führungspräsenz. • Stärkung von Selbstkontrolle und Reflexionsfähigkeit. • Aufbau belastbarer und vertrauensvoller Beziehungen im Team. • Entwicklung nachhaltiger Deeskalationsstrategien. • Förderung von Kooperation und Eigenverantwortung innerhalb der Organisation.
